Kostenlos und anonym

Zentrale Anlaufstelle.help

Unabhängige „Zentrale Anlaufstelle.help“ für Betroffene von sexualisierter Gewalt nimmt ihre Arbeit auf

Betroffene von sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche oder der Diakonie können sich ab sofort an eine unabhängige zentrale Anlaufstelle wenden. In der „Zentralen Anlaufstelle.help“ mit dem Start am 1. Juli stehen geschulte Fachkräfte für Beratungsgespräche im geschützten Rahmen zur Verfügung. Einen entsprechenden Vertrag hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mit der anerkannten Fachberatungsstelle „Pfiffigunde Heilbronn e. V.“ geschlossen.

Die evangelischen Landeskirchen sind sich ihrer Verantwortung bewusst, wirksame Maßnahmen zur Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt durch kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ergreifen.

Das Angebot ergänzt die bereits in den Landeskirchen bestehenden Ansprechstellen. „Mit der Errichtung einer zentralen Anlaufstelle setzen wir ein Anliegen um, dessen Dringlichkeit uns Betroffene immer wieder eindrücklich geschildert haben“, sagte Bischöfin Kirsten Fehrs als Sprecherin des Beauftragtenrates der EKD.

„Zuhören und weiterhelfen“

„Wir wollen Betroffene, Angehörige und Interessierte als unabhängige Fachstelle unterstützen“, erläutert André Ettl, Fachberater und eines der geschäftsführenden Mitglieder der Zentralen Anlaufstelle.help. „Zuhören und weiterhelfen, Wege organisieren, wo Unterstützung angeboten wird, ist unser Ziel. Dabei sind wir gut vernetzt mit den Ansprechpersonen in den evangelischen Landeskirchen und können zur richtigen Stelle lotsen.“

Die Zentrale Anlaufstelle.help ist bundesweit kostenlos und anonym erreichbar unter der Rufnummer 0800 5040 112 und per E-Mail an zentrale[at]anlaufstelle.help  sowie unter der Internetadresse www.anlaufstelle.help. Terminvereinbarungen für telefonische Beratungen sind möglich montags von 16.30 bis 18.00 Uhr sowie Dienstag bis Donnerstag von 10.00 bis 12.00 Uhr.

 Quelle: EKD 2019