Strategische Ziele 2020-2025

Orientierung erfordert Ziele. Ziele erfordern Strategie. Neben dem Selbstverständnis im Leitbild sind deshalb die Strategischen Ziele Maßgabe für die Arbeit der Diakonie Baden. 

1.    Diakonie und Kirche

Diakonie als Lebens- und Wesensäußerung von Kirche erlebt in ihren vielfältigen Angebots- und Hilfe- formen eine ständig steigende Nachfrage. Die Diakonie wächst. Sie ist eine immer stärker werdende Quelle der gesellschaftlichen Akzeptanz der Kirche.

Ziel: Wir fördern diakonische Einrichtungen, sich als kirchliche Orte zu verstehen und sich als aktiver Partner zusammen mit Kirchengemeinden und Kirchenbezirken in sozialräumlichen Organisations- und Gestaltungsprozessen zu engagieren.

 

2.    Verbandsentwicklung / Mitgliederorientierung

An das Diakonische Werk Baden in seiner Funktion als kirchlicher Wohlfahrtsverband, als Mitglieder- verband, Dienstleister und Anwalt werden je nach Thema, nach eigenem Verständnis und eigener Interessenlage zunehmend konkurrierende Erwartungen adressiert.

Ziel: Wir sehen in den unterschiedlichen Rollenerwartungen Herausforderungen und Chancen. Wir werden unsere Anstrengungen als Stifter von diakonieverbandlicher Solidarität, als Erbringer von adressatenorientierte Dienstleistungen, als Initiator von Vernetzungsprozessen und als Innovationspromoter intensivieren.

 

3.    Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Je nach persönlicher, sozioökonomischer Lebenslage, nach Lebensalter und Lebensraum werden die gesellschaftlichen Dynamiken als bedrohlich, als unübersichtlich oder auch als Gestaltungsraum wahrgenommen.

Ziel: Wir verstärken unsere sozialpolitische Arbeit auf der Landes- und Bundesebene mit dem Ziel des Zusammenhalts und der Bewahrung des Solidaritätsprinzips in unseren Sozialgesetzen. Die Partnerschaft mit unseren kirchlichen Schwesterverbänden und unser Engagement in der Liga der freien Wohlfahrtspflege sind für uns dabei ebenso unerlässlich wie die Förderung zivilgesellschaftlicher Selbstorganisationsprozesse und die Stärkung der Eigenverantwortung.

 

4.    Mitarbeitende in der Diakonie

Vom Berufseinstieg bis in die letzte Phase der Berufstätigkeit werden attraktive Arbeitsbedingungen, die sich nicht nur in der Entlohnung, sondern in vielen Faktoren Ausdruck verleihen, entscheidend sein, denn der Arbeitskräftemangel wird sich weiter verschärfen. Dabei steht die Sozialwirtschaft vor besonderen Herausforderungen. Der Mangel an Arbeitskräften kann die Sicherung der sozialen Hilfe- systeme gefährden.

Ziel: Wir unterstützen unsere Mitgliedseinrichtungen in innovativen Formen der Mitarbeitendengewinnung und -bindung, bei der Werbung für Engagement in der Diakonie, sei es beruflich oder ehrenamtlich. Diakonie als Wertegemeinschaft ist eine attraktive Arbeitgebermarke.

 

5.    Digitalisierung

Die Digitalisierung durchdringt weiter alle Lebensbereiche im privaten, im öffentlichen Bereich und vor allem in der Arbeitswelt. Wie vorangegangene Innovationsschübe wird die Digitalisierung neue Per- spektiven und Dimensionen eröffnen und zugleich Bestehendes verändern. Dabei wird es sowohl auf der individuellen wie auf der gesellschaftlichen Ebene Transformationsgewinner und -verlierer geben.

Ziel: Wir nutzen die Chancen fortschreitender Digitalisierung in allen diakonischen Bereichen. Als Impulsgeber fördern wir unsere Mitgliedseinrichtungen bei ihren eigenen Innovationen. Wir unterstützen Menschen in ihrer digitalen Teilhabe. Dabei achten wir besonders auf die Menschen, die in der Gefahr stehen, von der Digitalisierung benachteiligt zu werden. Deshalb legen wir einen besonderen Fokus auf die Inklusionspotentiale der Digitalisierung.

 

6.    Unternehmerisches Handeln

Diakonisches Handeln ist seit Wichern geprägt durch das gleichzeitige Beachten biblisch-theologisch fundierter Werte und wirtschaftlicher Grundsätze. Die politisch gewollte Ökonomisierung der Sozial- wirtschaft, renditenfokussierte transnationale Unternehmensformen und komplexe Refinanzierungs- fragen üben einen zunehmenden Druck auf diakonische Unternehmungen aus.

Ziel: Wir entwickeln neue Wege, wirtschaftliche Erfordernisse und diakonischen Auftrag miteinander zu verbinden. Wir handeln weiterhin unternehmerisch, um unsere eigene Leistungsfähigkeit als Verband sicherzustellen.