Diakonie Katastrophenhilfe

© Diakonie Katastrophenhilfe

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist das Hilfswerk für humanitäre Hilfe der evangelischen Kirchen in Deutschland. Seit 1954 hilft sie weltweit dort, wo die Not am größten ist. Erdbeben, Stürme, Überschwemmungen, Dürre, gewaltsame Konflikte wie in Syrien – die Diakonie Katastrophenhilfe ist dort vor Ort, wo sie gebraucht wird. Gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen unterstützt sie Menschen, die Opfer von Naturkatastrophen, Krieg und Vertreibung geworden sind und diese Notlage nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Für diese Arbeit ist die Diakonie Katastrophenhilfe auf Spenden angewiesen.

Die Hilfe richtet sich ausschließlich nach den Bedürfnissen der Opfer. Unmittelbar nach einer Katastrophe sind dies oft Lebensmittel, Trinkwasser, Decken, Zeltplanen, Medikamente und Bargeldtransfers. Der Klimawandel hat verstärkt Naturkatastrophen wie Stürme, Überflutungen und Dürren hervorgebracht. Es ist wichtig, die Auswirkungen künftiger Katastrophen abzuschwächen und die Menschen und Gemeinden besser darauf vorzubereiten. Diese Vorsorge wird bei jedem Projekt mitgedacht.

Ausführliche Informationen zur Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe finden Sie hier.

Die Schäden in Beirut erstrecken sich weit über den Hafen hinaus

Tagelang suchten Einsatzkräfte aus aller Welt nach Verschütteten, doch immer noch gibt es Vermisste. Die Detonation riss einen Krater mit einem Durchmesser von rund 200 Metern in den Hafen, der sich mit Meerwasser füllte. In dem Hafendepot lagerten seit mehreren Jahren 2.750 Tonnen hochexplosives Ammoniumnitrat. Große Teile des Hafens, der für die Versorgung des Landes zentral ist, sind zerstört oder beschädigt. Auch die großen Getreidesilos, in denen ein Teil der nationalen Reserven lagerte, liegen in Trümmern.

Doch nicht nur der Hafen ist betroffen, auch die umliegenden Wohngebiete wurden schwer beschädigt. Die enorme Druckwelle der Explosion, riss Fenster aus den Rahmen und brachte jegliches Glas zum Bersten. Nach ersten Schätzungen haben beinahe 300.000 Menschen ihr Zuhause verloren, so groß sind die Schäden. Drei Krankenhäuser wurden zerstört, weitere Krankenhäuser weisen schwere Schäden auf, so dass Geräte zur Behandlung und Versorgung der vielen Patienten in kritischem Zustand fehlen. Durch die Corona-Pandemie waren die Gesundheitseinrichtungen der Stadt schon vor der Explosion ausgelastet.

„Das Ausmaß der Katastrophe in Beirut ist schockierend“, sagt Michael Frischmuth, Leiter des Asien-Bereichs der Diakonie Katastrophenhilfe. „Wir sind im ständigen Austausch mit unserem Partner vor Ort und stehen für jede Unterstützung bereit, die er in dieser schweren Zeit benötigt.“

 

So helfen wir

Die Diakonie Katastrophenhilfe hat umgehend nach der Katastrophe ihre langjährige lokale Partnerorganisation International Orthodox Christian Charities (IOCC) kontaktiert. Unmittelbar nach der Explosion entsandte IOCC neun Krankenschwester und zwei psychosoziale Helfer an den Unglücksort und begann mit der Erstversorgung von Verletzten. Am nächsten Tag wurden drei Zelte errichtet, in denen seitdem gesundheitliche Versorgung stattfindet. Als weitere Soforthilfe wird ab dem 10. August eine Gemeinschaftsküche errichtet, die täglich 1.000 Familien mit warmen Mahlzeiten versorgt.

„Aktuell ermittelt IOCC vor Ort, was wo genau benötigt wird“, erläutert Projektbearbeiterin Isabelle Freimann. „Der Bedarf ist immens und die Hilfe soll dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht wird." Sie werden neben warmen Mahlzeiten auch eine psychosoziale Unterstützung zur Verarbeitung des traumatischen Erlebnisses anbieten und Hygiene-Pakete verteilen. Zudem wird momentan der Bedarf für die Reparatur an Wohnungen und öffentlichen Einrichtungen wie Gesundheitszentren erfasst. „Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die schwächsten Bevölkerungsgruppen gelegt, insbesondere auf Ältere und Menschen mit besonderen Bedürfnissen“, so Freimann.

Das Unglück trifft den Staat im Nahen Osten zu einer Zeit, in der große Teile der Einwohner zunehmend Not leiden: eine schwere Wirtschaftskrise und der Wertverfall des libanesischen Pfunds haben die Hälfte der Bevölkerung in Armut gestürzt. „Die libanesische Währung wurde innerhalb der letzten acht Monate um mehr als 80 Prozent entwertet“, weiß Freimann. „Das ist kaum vorstellbar. Die bereits schwierige Ernährungssituation wird sich nun weiter verschärfen. Alleine wird es der Libanon nicht schaffen.“

Mehr Infos zur Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort

Syrien: Oberste Priorität: Menschenleben schützen

Besuch Cornelia Fuellkrug-Weitzel in Syrien
© Christoph Pueschner/Diakonie Katastrophenhilfe

Besuch Cornelia Fuellkrug-Weitzel in Syrien

Ganze Stassenzuege wurden durch die Kampfhandlungen zwischen den Rebellenkaempfern und den Regierungstruppen in Homs zerstoert. Aber der massive Einsatz von Luftwaffe und Artillerie durch die Regierungsarmee ist verantwortlich fuer die verheerende Zerstoerung ganzer Stadtteile.

Diakonie Katastrophenhilfe weitet Hilfe aus

Der Krieg prägt in Syrien sieben Jahre nach seinem Ausbruch das gesamte Leben im Land. Nicht nur in Ost-Ghuta oder Afrin – auch dort, wo aktuell weniger gekämpft wird. Die Spuren, die er in den Seelen und Körpern hinterlassen hat, sind gewaltig. Ebenso, wie die Auswirkungen des Krieges auf Wirtschaft und Landwirtschaft, die Einkommenslage, die medizinische Versorgung – und natürlich die Wohnsituation.

In Syrien sind über 13 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Davon leben fast 3,5 Millionen in belagerten oder schwer zugänglichen Gebieten, die bisher nur eingeschränkt mit Hilfe erreicht werden können.  Ganze Städte und Landstriche liegen in Trümmern. Mehr als 6 Millionen im eigenen Land Vertriebene können nicht an ihren Heimatort zurück. Den meisten fehlt es am Nötigsten.

Mit ihrem lokalen Partner gibt die Diakonie Katastrophenhilfe vertriebenen Familien dort, wo es möglich ist, provisorische Wohnungen damit sie nicht mehr in Slums leben müssen, sondern wieder ein Dach über dem Kopf haben. Sie ermöglicht Ausbildung und Startups  für kleine Gewerbe, damit die Menschen  wieder ein eigenes Einkommen haben können.

„Keine Kriegspartei hält sich hier an die Prinzipien des humanitären Völkerrechts“, bedauert Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe. „Es muss oberste Priorität haben, zu einem umfassenden Friedensschluss zu kommen. Bis dahin gilt es, Zivilisten zu schützen und die Menschen darin zu unterstützen, in Würde leben zu können.“ Füllkrug-Weitzel hat sich Anfang März ein Bild von der Situation und den Hilfsprojekten der Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort gemacht.

Aufruf Cornelia Füllkrug-Weitzel

Hungersnot in Ostafrika

Marsabit - Dürre
© Brot fuer die Welt/Christof Krackhardt

Marsabit - Dürre

Wasser wird knapp in der Ukamba - Region. Die Wssserstellen sind fast leer, die Flüsse seit langem ausgetrocknet. Ernten sind ganz ausgeblieben, das verbliebene Wasser ist von außerordentlich schlechter Qualität.

Immer noch herrscht Hunger ungeahnten Ausmaßes in Teilen Ostafrikas. Allein im Südsudan sind nach Angaben der Vereinten Nationen fünf Millionen Menschen auf die Unterstützung mit Lebensmitteln angewiesen. In Somalia brauchen aufgrund der Dürre mehr als sechs Millionen Hilfe. Das Leben hunderttausender Menschen ist akut bedroht. Die politische Lage ist weiter instabil.

Auch in anderen Regionen Ostafrikas wird die Situation dramatischer. Im Nordosten Kenias, dem Südosten Äthiopiens und Somalia sind 15 Millionen Menschen betroffen. Über eine Million Kinder im Südsudan  sind akut unterernährt. Laut  Diakonie Katastrophenhilfe besteht die Gefahr, dass sich die Situation im Frühsommer dramatisch verschärft.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist mit ihren lokalen Partnerorganisationen in Südsudan, Somalia, Kenia und Äthiopien vor Ort und versorgt die Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut und Zugang zu sauberem Trinkwasser. Neben der akuten Nothilfe werden Menschen in die Lage versetzt, Landwirtschaft trotz der schwierigen klimatischen Bedingungen zu betreiben.

Diese Arbeit wäre ohne Spenden undenkbar!

Ansprechperson

© Diakonie Baden

Volker Erbacher

Abteilungsleitung Fundraising und Ökumenische Diakonie

0721 9349-219

verbacher[at]diakonie-baden.de