Zuhause nicht sicher

30. April 2020
© Bundesministerium für Soziales

Kampagnenmotiv "Zuhause nicht sicher?"

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen müssen die Menschen während der Corona-Krise überwiegend zuhause bleiben. Das erhöht das Risiko für häusliche Gewalt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat deshalb die Kampagne "Zuhause nicht sicher?"  ins Leben gerufen.

Die Diakonie begrüßt die Aktion. Die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und Schutzangebote für Frauen bekannt zu machen, sei gerade in der aktuellen  Stresssituation enorm wichtig. Dazu aber müssten die Hilfen für betroffene Frauen und deren Kinder verbessert werden. Gebraucht würden zum Beispiel   Frauenhäuser und Fachberatungsstellen. Davon gebe es bundesweit viel zu wenig.

Die mit dem derzeitigen Gebot des Daheimbleibens einhergehenden Belastungen wie Kinderbetreuung zu Hause, Homeoffice, fehlende soziale Kontakte und Ausweichmöglichkeiten seien verstärkende Faktoren für Konflikte und häusliche Gewalt, keine ursächlichen Faktoren. Häusliche Gewalt ist und war in Deutschland auch vor der Corona-Pandemie ein großes und in allen Gesellschaftsteilen verbreitetes Problem.

ZUHAUSE NICHT SICHER?

Sind Sie akut von Gewalt zuhause betroffen oder kennen Sie jemanden, der betroffen ist?

Hier finden Sie alle wichtigen Infos dazu, was Sie tun können und wo Sie Hilfe finden:

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