Pflege-Aktionstag in Freiburg

14. Mai 2018
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Tag der Pflege in Freiburg 2018
© Ev. Stift Freiburg/Albert Schilling

Tag der Pflege in Freiburg 2018

 

 

Mit einem bunten Fest auf dem größten Platz Freiburgs hat die Diakonie in Baden gemeinsam mit der Caritas für den Pflegeberuf geworben. Im Rahmen einer bundesweiten Aktionswoche zum Internationalen Tag der Pflege ging es darum, Perspektiven und Chancen des Pflegeberufs aufzuzeigen, und das Image des Berufsbildes zu stärken.

Hunderte Pflegekräfte und mehr als 20 Einrichtungen präsentierten ihre Angebote und informierten Passanten über ihre Arbeit. Ambulante und stationäre Angebote, Freiwilligendienste und Pflegeschulen zeigten, welche Möglichkeiten die christlichen Wohlfahrtsverbände Diakonie und Caritas jungen Menschen bieten.

Umrahmt wurde diese Leistungsschau durch ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Rock- und Popbands wechselten sich ab mit Hip-Hoppern, großen Chören und Künstlern des Freiburger Improtheaters Freistil. Sie alle hatten ihr Programm auf den Anlass abgestimmt und thematisierten Missstände in der Pflege, aber auch die Chancen, die dieser Beruf bereithält. Außerdem gab es auf der Bühne Mitmachübungen zur körperlichen Fitness und Rückengesundheit. Denn der Pflegeberuf kann insbesondere körperlich sehr anstrengend sein.

Neben der Unterhaltung gab es umfangreiche Informationen über verschiedene Facetten des Pflegeberufes. So erzählten Flüchtlinge aus Kamerun und Syrien über ihre beruflichen Perspektiven in der Pflege. Junge und altgediente Pflegekräfte berichteten von ihren Erfahrungen und Hoffnungen, die sie mit dem Beruf verbinden.

Freiburgs erster Bürgermeister, Ulrich von Kirchbach, und der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Baden, Oberkirchenrat Urs Keller, warnten davor, den Pflegeberuf schlecht zu reden. Wer immer nur berichte, wie katastrophal die Lage sei, der schrecke mögliche Interessenten für den Beruf ab. Stattdessen riefen von Kirchbach und Keller die Politik auf Landes- und Bundesebene dazu auf, dem Berufszweig die Aufmerksamkeit zuteilwerden zu lassen, die er verdient. Pflege sein von gesamtgesellschaftlichem Interesse. Deshalb müssten die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen so gestaltet werden, dass der Beruf der Pflegerin und des Pflegers wieder attraktiv werde. Dazu zähle ganz klar auch, dass für diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe mehr Geld zur Verfügung gestellt werden müsse. Anders sei eine bessere Bezahlung und mehr Personal nicht zu finanzieren. Die von der Bundesregierung angekündigten 8.000 zusätzlichen Kräfte seien nur ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Höhepunkt der Veranstaltung war eine gemeinsame Luftballonaktion. Pünktlich um 12 Uhr stiegen hunderte Luftballons in die Luft. Sie trugen Postkarten, auf denen um Interessenten für den Pflegeberuf geworben wurde.

Die Diakonie Baden hat im Bereich der Altenpflege rund 400 Angebote. 11.000 Männer und Frauen betreuen hier mehr als 13.000 Menschen.

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Rundgang Aktionstag Pflege

Leistungsschau der Pflege auf dem Aktionstag. Hunderte Pflegekräfte machen Werbung für ihren Beruf und feiern ein buntes Fest.