Pflege stärken

8. Februar 2021

Liga-Kampagne für die Wohlfahrtspflege

© Diakonie Baden

Pflege ist ein verantwortungsvoller wertvoller Beruf

Das Diakonische Werk Baden fordert bessere Arbeits- und Rahmenbedingungen für die Pflege. Der Wohlfahrtsverband beteiligt sich damit an einer Kampagne der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg.

Mit Blick auf die Wahl zum baden-württembergischen Landtag am 14. März fordert sie Verbesserungen für die stationäre und ambulante Altenpflege. Die wirtschaftlichen- und arbeitstechnischen Rahmenbedingungen spiegelten aktuell nicht die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Branche wider.

Diese gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Pflege müssse sich noch mehr im politischen Handeln widerspiegeln. Besonders wichtig sei es, die Attraktivität der Pflegeberufe weiter zu erhöhen. Dazu gehörten gute Arbeitsbedingungen und die konsequente Umsetzung der neuen Pflegeausbildung. Gut ausgebildetes Personal sollte seine Energie wieder auf Pflege und Betreuung der ihnen anvertrauten Menschen lenken können, anstatt auf eine überbordende Bürokratie. Die Arbeitsverdichtung in allen Bereichen der Altenhilfe sei nicht weiter tragbar.

Grundvoraussetzung dafür sei, den wirtschaftlichen Druck von den tarifgebundenen Einrichtungen und Diensten zu nehmen. Die Politik sei gefragt Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine wirtschaftliche Betriebsführung ermöglichten. Wirtschaftliche Betriebsführung, das bedeutet die Refinanzierung von Tarifsteigerungen und genügend Personal, um die Arbeitssituation zu entspannen.

Bessere Rahmenbedingungen brauche auch die Weiterentwicklung der Versorgungsformen. Menschen sollten so leben können, wie sie es sich wünschen. Dazu müssen die Träger von Einrichtungen und Diensten die Möglichkeit bekommen, innovative Wohn- und Versorgungsformen erproben zu können. Einen deutlichen Innovationsimpuls brauche man im Bereich der Digitalisierung. Der dazu nötige finanzielle Rahmen könne beispielsweise dadurch geschaffen werden, in dem das Land viele nebeneinander existierende Fördertöpfe zu einem großen Innovationsfördertopf für die Pflege zusammenlegt.

Allein in Baden-Württemberg sind derzeit rund 400.000 Menschen pflegebedürftig . Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig gute Pflege ist, so die ind er Liga zusammengeschlossenen Verbände.

In der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg haben sich zusammengeschlossen Caritas, Diakonie, AWO, Deutsches Rotes Kreuz, der Paritätische und die Israelitische Religionsgemeinschaft. Hier arbeiten … Männer und Frauen für die Interessen hilfsbedürftiger und sozial benachteiligter Menschen.