Mehr Geld für Azubis

2. April 2019
  • Pflege & Gesundheit
  • Karriere
Mehr Geld für Azubis im Pflegebereich
© Diakonie Baden

Mehr Geld für Azubis

Auszubildende in Pflegeberufen bekommen ab 1. Juli 2019 deutlich mehr Gehalt. Das hat die Arbeitsrechtliche Kommission beschlossen.

Pflegeazubis erhalten ab 1. Juli 2019 durchschnittlich 7 % mehr Gehalt. Das hat jetzt die Arbeitsrechtliche Kommission der Diakonie Deutschland (ARK DD) beschlossen. Demnach steigen die Vergütungen für Auszubildende der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege, Entbindungspflege und Altenpflege, die nach den Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie Deutschland (AVR DD) vergütet werden. Konkret bedeutet dies:

  • im ersten Ausbildungsjahr: 1.140,00 € (bisher 1.048,83 €);
    das entspricht einem Plus von 8,69 %,

  • im zweiten Ausbildungsjahr: 1.210,00 € (bisher 1.123,08 €);
    das entspricht einem Plus von 7,74 %,

  • im dritten Ausbildungsjahr: 1.305,00 € (bisher 1.246,82 €);
    das entspricht einem Plus von 4,67 %.

Auch Schülerinnen und Schüler in der Krankenpflegehilfe und in der Altenpflegehilfe bekommen mehr Geld. Sie erhalten ab 1. Juli 2019 1.015,00 Euro (bisher 951,10 Euro). Das entspricht einer Steigerung von 6,72 %.

Die Diakonie will so noch mehr Menschen für eine Pflegeausbildung gewinnen. Hinzu kommen weitere Maßnahmen, wie das Vorziehen höherer Entgelte oder die stufengleichen Höhergruppierung.

Das „Vorziehen höherer Entgelte“ bedeutet, dass künftig Mitarbeitenden innerhalb ihrer Entgeltgruppe ein bis zu zwei (Erfahrungs-)Stufen höheres Gehalt gewährt werden kann. Sollten Mitarbeitende bereits die letzte Erfahrungsstufe ihrer Entgeltgruppe erreicht haben, kann ihnen ein höheres Entgelt in Höhe von bis zu 20 % der Basisstufe gezahlt werden.

Beschlossen wurde ebenfalls die stufengleiche Höhergruppierung. Zukünftig wird die Berufserfahrung weitergehender als bisher anerkannt: Wenn eine Höhergruppierung von bis zu zwei Entgeltgruppen ansteht – z.B. weil ein Mitarbeitender mehr Verantwortung übernimmt – wird er in die gleiche Erfahrungsstufe eingruppiert. Ein Beispiel: Wird ein Mitarbeitender aus der Entgeltgruppe 7, Erfahrungsstufe 2, aufgrund veränderter Aufgaben in die Entgeltgruppe 8 eingruppiert, dann erhält er dort zukünftig auch die Erfahrungsstufe 2.

Die Diakonie setzt so ein Signal für mehr Weiterbildung und die Übernahme von Verantwortung an die Mitarbeitenden.

Zur Pressemeldung des Verbandes diakonischen Dienstgeber in Deutschland e.V.