Mehr Schutz für Erzieherinnen

28. Januar 2021

Corona-Schutz für Kita-Personal

© Diakonie Baden

Eingangsbereich der Kita Immergrün in Freiburg

Angesichts des Corona-Ausbruchs in einer Freiburger Kindertageseinrichtung fordert das Diakonische Werk Baden mehr Schutz für die Mitarbeitenden in den Einrichtungen. Verbandschef Urs Keller sagte, der Fall zeige eindrücklich, wie groß der Handlungsbedarf sei.

Keller formuliert deshalb klare Forderungen an die Politik. In der Impfstrategie des Bundes müssten Mitarbeiter*innen in den Kindertageseinrichtungen dringend priorisiert werden. „Außerdem brauchen wir Schnelltests.“ Diese müssten in allen Einrichtungen so schnell als möglich zur Verfügung stehen. Es müsse mehr und schneller getestet werden. Wichtig sei es außerdem, Hygienekonzepte durch die Gesundheitsämter überprüfen und weiterentwickeln zu lassen. Grundsätzlich gelte natürlich die Aufforderung, die AHAL-Regelungen (Abstand, Hygiene, Atemmaske, Lüften) auch außerhalb der Kita umzusetzen. Hier sei die Verantwortung von jedem und jeder Einzelnen gefragt. „Unser aller Ziel ist es, beides zusammenzubekommen: den Schutz der Kinder und Familien ebenso wie den Schutz der Fachkräfte.“

In der diakonischen Kindertageseinrichtung Immergrün in Freiburg waren vor zehn Tagen insgesamt 26 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Inzwischen wurde bei 18 der Betroffenen eine mutierte Form des Virus bestätigt. Die Kita ist bis einschließlich Mittwoch kommender Woche geschlossen. Vermutlich war der Erreger durch einen Erzieher in die Kita gelangt. Der Mann hatte zuvor keine Symptome, wurde aber später positiv getestet.

Das Diakonische Werk Baden ist der Spitzenverband der evangelischen Kitas in Baden. Es vertritt 635 Einrichtungen, in denen mehr als 38.000 Kinder von rund 6.000 Fachkräften betreut werden.