Kitas in der Pandemie

17. November 2020

Kitas mit guten Hygienekonzepten

Kinder und Erzieher*innen in einer evangelischen Kindertageseinrichtung in Heidelberg

 

Die Evangelische Landeskirche in Baden und ihr Diakonisches Werk fordern, Kitas im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen nicht zu schließen. Kindertagesstätten seien von immenser gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Die evangelischen Einrichtungen hätten zudem in den vergangenen Monaten detaillierte und individuell angepasste Hygienekonzepte entwickelt.

 

Kirche und Diakonie äußern sich besorgt vor dem Hintergrund von Forderungen nach einer Verschärfung der Corona-Regelungen. Maskenpflicht auch in Grundschulen und mehr Online-Unterricht seien dafür Beispiele. Schon jetzt wolle man daher auf die aktuelle Situation und Bedeutung der Kitas hinweisen.

 

Kirchliche Einrichtungen in Baden-Württemberg hätten in enger Abstimmung mit Ämtern und Politik individuelle Konzepte erarbeitet. Diese machten die Betreuung der Kinder weiter möglich. Pädagogische Konzepte würden umgesetzt unter Berücksichtigung der bestehenden Schutzverordnungen. Durch ausgefeilte Regelungen könnten Kinder problemlos gebracht und abgeholt werden. In den Einrichtungen sei der Umgang zwischen Kindern und Erzieher*innen unproblematisch. Denn aus der Vergangenheit habe man gelernt, dass Infektionen von Kleinkindern nicht auf Erwachsene kommen.

 

Die Anstrengungen und Maßnahmen seien mehr als gerechtfertigt, gemessen an der gesellschaftlichen Bedeutung der Kindertageseinrichtungen. Nicht nur, dass Eltern ihrer Arbeit nachgehen und damit für den Lebensunterhalt sorgen könnten, Kitas seien auch Schutzraum und Ort des sozialen Lernens. Gerade für Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen öffneten sie den Weg in spätere Ausbildung und Berufstätigkeit. Expert*innen sehen eine Zunahme häuslicher Gewalt während eines Lockdowns. Hier bekäme die Ganztagsbetreuung sogar Bedeutung für den Schutz der Kinder.

 

Stichwort: Evangelische Kindertageseinrichtungen

 

Evangelische Kitas leben das christliche Menschenbild. Jedes Kind, jeder Mensch ist willkommen. Das Christliche zeigt sich besonders zu Ostern, Pfingsten, Erntedank, St. Martin oder Nikolaus und natürlich der Advents- und Weihnachtszeit. Diese Feste strukturieren das gesellschaftliche Leben. Viele Kitas helfen, den christlichen Jahreslauf zu leben. So wurden Osterkörbchen zu den Familien nach Hause gebracht. Erntedank wurde im Park gefeiert, Martinslaternen leuchteten in vielen Fenstern der Städte und Dörfer. Auch Weihnachten werden die Kitas so gestalten, wie es in der Pandemie möglich ist. Das alles ist eingebunden in ein hochprofessionelles Arbeitsumfeld, in dem sehr gut ausgebildete Fachkräfte für eine sehr gute fachliche Qualität sorgen. 

 

Die Evangelischen Kirchen in Baden und Württemberg betreiben rund 1.600 Einrichtungen mit mehr als 77.000 Kindern. Etwa 14.000 pädagogische Fachkräfte und weitere Angestellte sorgen für eine qualitativ sehr gute und anerkannte Arbeit. Die Kirchen sorgen mit ihren eigenen Fachschulen auch für die qualifizierte Ausbildung der Fachkräfte.