Inklusionsprojekt erfolgreich beendet

8. November 2016
  • Diakonie Baden

An allen drei Projektstandorten Freiburg/Breisgau-Hochschwarzwald, Heidelberg-Weinheim und Konstanz sei es gelungen, Inklusion im Sozialraum voranzubringen und ein breit angelegtes Netz von Unterstützern zu knüpfen. Im Rahmen der zurückliegenden drei Jahre habe man an den Standorten insgesamt 90 Partner gewinnen können, die meisten von ihnen aus dem nichtkirchlichen Raum. Somit, so Rollins Fazit, sei das Ziel erreicht worden, Inklusion über Arbeitsbeziehungen und Kooperationen tief in die Gesellschaft hinein zu transportieren.

Das Inklusionsprojekt der Diakonie Baden war ins Leben gerufen worden als Reaktion auf die deutsche Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009. Dabei sollte es nicht nur um Menschen mit Behinderung gehen, sondern insgesamt um Menschen, denen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschwert ist. Z.B. Menschen mit Migrationshintergrund oder Menschen in Armut. An drei ausgewählten Standorten, wollte die Diakonie von September 2013 bis September 2016 Strukturen schaffen, die nachhaltig wirken und die zu weiteren inklusiven Prozessen anregen sollen.

Drei Jahre lang haben Menschen mit und ohne Benachteiligung auf Augenhöhe diskutiert, vor Ort (und für ihren Sozialraum) Neues entwickelt sowie voneinander und miteinander gelernt. Eindrücke davon bietet die Diaschau, ausführliche Beschreibungen zu den Aktivitäten bietet die Projektdokumentation.
 
Den Abschluss des Projekts markierte ein Kongress am 30. September 2016 in Bad Herrenalb. Projektverantwortliche der Landesgeschäftsstelle und der Projektstandorte trafen sich mit Wegbegleitern des Projekts, Gästen aus Politik, Kirche und Diakonie – und nicht zuletzt einem Publikum von rund 80 Teilnehmern. Gemeinsam blickten sie auf die Aktivitäten der vergangenen drei Jahre zurück. Ergebnisse wurden präsentiert und diskutiert sowie interaktiv erlebbar gemacht.

Roter Faden der verschiedenen Beiträge war die Botschaft, Inklusion nicht nur als ein abzuarbeitendes Lastenheft zu betrachten, sondern auch die Chancen für den Sozialraum zu sehen - dem Ort, an dem verhandelt wird, wie Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben wollen. Die Erfahrungen des Projekts zeigen: Für einen inklusiven Sozialraum müssen nicht nur Strukturen, sondern auch Haltungen verändert werden. Um Haltungen zu verändern, braucht es Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Benachteiligung. "Wenn wir die Quartiere verändern, wenn wir das Denken verändern ... dann werden sich Lebensverhältnisse ganz praktisch verändern", so ein Teilnehmer der Podiumsdiskussion.