Hilfe für Obdachlose

28. April 2020
© Dikaonie Baden

Obdachloser Mann schläft auf einer Parkbank

Baden-Württemberg stellt für obdachlose Menschen 250.000 Euro an Soforthilfe zur Verfügung. Das Geld kommt den Betroffenen über die Einrichtungen und Dienste der Wohnungslosenhilfe zu. Zusätzlich gibt das Land weitere 500.000 Euro den Kommunen und Stadt- und Landkreisen, um geeignete Räumlichkeiten für Notübernachtungen zu finden.

Der Entscheidung vorangegangen waren entsprechende Initiativen der Verbände der Liga der freien Wohlfahrtspflege. Unter Ihnen das Diakonische Werk Baden. Jetzt konnte mit dem Sozialministerium eine Vereinbarung über die Vergabe der finanziellen Mittel getroffen werden.

Hintergrund sind die verschärften Lebensbedingungen obdachloser Menschen in der Corona-Krise. Ihnen fehlt der Zugang zu Möglichkeiten, um sich vor COVID-19 zu schützen. Waschgelegenheiten und saubere Toiletten stehen nicht zur Verfügung. Die Verbände der freien Wohlfahrtspflege fordern deshalb seit geraumer Zeit von den Kommunen, zusätzliche Räumlichkeiten zur Notunterbringung und zusätzliche Mittel für die Versorgung mit Essen, Kleidung und Hygieneartikel zur Verfügung zu stellen. Dafür aber brauchten Kommunen und Dienste finanzielle Spielräume vom Land. Dies sei mit der jetzt getroffenen Vereinbarung gelungen.

Gegenwärtig wird das Problem der Wohnungslosigkeit dadurch verschärft, dass Ersatzfreiheitsstrafen ausgesetzt werden. Menschen würden mit dieser Entscheidung faktisch in die Wohnungslosigkeit entlassen.