Forderungen endlich erfüllt

12. November 2018
  • Pflegepolitik
  • Pflege & Gesundheit
Bundestag
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Der Deutsche Bundestag ist das Parlament und somit gesetzgebendes Organ der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Berlin.

Mit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz hat die Bundesregierung endlich langjährige Forderungen der Diakonie aufgenommen. Der Wunsch nach einer Anhebung der Personalschlüssel, der Aufwertung des Pflegeberufs und der Gleichstellung von ambulanten mit stationären Angeboten wurde gehört. Seit Jahren hatten die kirchlichen Wohlfahrtsverbände gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenkassen auf eine Verbesserung der Situation in der Pflege gedrängt. Auch in Baden hatten Caritas und Diakonie u.a. mit umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit auf die Risiken hingewiesen, sollte die Rahmenbedingungen für die Pflege nicht grundlegend geändert werden. Von Baden aus seien dazu wichtige Impulse auch an die Bundespolitik gegangen.  

Dazu zähle die Anerkennung von Tariflöhnen in der häuslichen Krankenpflege. Mit ihrer Kampagne „Pflege hat Wert“ hätten Diakonie und Caritas in Baden das immer wieder gefordert. Die Bezahlung nach Tarif auch in den ambulanten Diensten nehme den Druck von den Trägern, komme den Mitarbeitenden und den Pflegebedürftigen zugute und sei ein Beitrag dafür, den Pflegeberuf wieder attraktiver werden zu lassen. Die angemessene Vergütung auch langer Fahrten zu Menschen, die Zuhause gepflegt würden, trage zur Verbesserung der Pflegesituation auch in ländlichen Gebieten bei.

Wichtig sei jetzt, dass bei den Verhandlungen mit den Krankenkassen die tariflichen Löhne auch tatsächlich berücksichtigt würden. Nur wenn sich die Erträge für die Träger erhöhten, seien wirtschaftliche Risiken bis hin zu Insolvenzen, beispielsweise bei den ambulanten Diensten, zu verhindern.