Deutscher Fundraisingpreis geht nach Baden

20. April 2018
  • Fundraising & Stiftungsarbeit
  • Diakonie Baden

Die Evangelische Landeskirche und die Diakonie Baden sind mit dem Deutschen Fundraisingpreis ausgezeichnet worden. Die Kampagne „Was bleibt.“ orientiere sich am menschlichen Grundbedürfnis, etwas Bleibendes zu hinterlassen, hieß es bei der Preisverleihung in Kassel gestern Abend (19. April). Was bleibt ist ein Konzept für alle Fragen des Erbens und Vererbens. Es will Menschen frühzeitig über diese Tabuthemen miteinander ins Gespräch zu bringen.

Fundraisingpreis 2018
© Diakonie Baden

v.l.n.r: Volker Erbacher (Diakonisches Werk Baden) und Torsten Sternberg (Evangelische Landeskirche in Baden)

Mit dem Deutschen Fundraising-Preis würdigt der Deutsche Fundraising Verband jedes Jahr besondere Leistungen. Die Auszeichnung gilt als bundesweit wichtigster Branchenaward. In ihrer Entscheidung hob die Jury hervor, dass es der Kampagne gelinge „geschmackvoll auf das Thema Nachlass-Fundraising aufmerksam zu machen und den Dialog in diesem Bereich effektiv zu fördern.“

„Was bleibt.“ bietet individuelle Orientierung und konkrete Anknüpfungspunkte, um über die sensiblen Themen Geld, Sterben und Vererben ins Gespräch zu kommen. Neben der Website und Printmaterialien macht eine mobile Ausstellung das Thema anschaulich und bietet Raum zum Austausch. Darüber hinaus ist die Qualifizierung von Haupt- und Ehrenamtlichen fester Bestandteil des Konzepts. Mittlerweile bringen sich mehrere hundert Engagierte vor Ort ein, organisieren Veranstaltungen und stehen zur Beratung und Begleitung zur Verfügung. Ergänzend zur Initiative gibt es ein eigenes, seelsorglich orientiertes Vorsorgeprojekt mit dem Titel „Nicht(s) vergessen. Gut vorbereitet für die letzte Reise“.

Für die beiden Initiatoren aus Baden, Torsten Sternberg von der badischen Landeskirche und Volker Erbacher vom Diakonischen Werk Baden stehen bei „Was bleibt.“ die ratsuchenden Menschen mit ihren Bedürfnissen im Mittelpunkt. „Wir wollen Menschen helfen, die Fragen des letzten Lebensabschnitts in ihrem Sinne gut zu regeln“, so Sternberg. Dass dies gelinge, zeigt die bisher durchweg positive Resonanz von Ratsuchenden, von Ärzten und Psychologinnen, Hospizmitarbeitenden und Altenpflegerinnen, Rechtsanwälten und Vermögensberaterinnen. Der Titel „Was bleibt.“ stehe für die Zusage, „dass von jedem Menschen etwas bleibt, das dieses Leben überdauert“, erklärte Erbacher.

Durch die Zusammenarbeit mehrerer Evangelischer Landeskirchen und ihrer diakonischen Werke sind die Materialien zu „Was bleibt.“ und „Nicht(s) vergessen“ bundesweit im Einsatz.

Nähere Informationen unter www.was-bleibt.de und www.nichtsvergessen.de