AG Kita gegründet

13. Dezember 2018
  • KiTa
  • Kinder & Familie
Hände halten Stimmzettel in die Höhe
© Diakonie Baden

Die Gründung der Arbeitsgemeinschaft in Karlsruhe am 13. Dezember 2018 erfolgte einstimmig.

Das Diakonische Werk Baden hat gemeinsam mit seinen Mitgliedern eine Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Kindertageseinrichtungen in Baden gegründet. Die AG soll Bindeglied zwischen Trägerinteressen und Landeskirche sein. Sie bündelt die fachlichen, theologischen, bildungs-, sozial- und kirchenpolitischen Grundsatzfragen. Ziel ist es, die Interessen der Träger besser vertreten zu können, bspw. gegenüber der Kirchenleitung und staatlichen Gremien.

Als zentrales Vertretungs- und Arbeitsgremium wurde aus der Mitte der AG ein Ständiger Ausschuss gewählt. Es besteht aus insgesamt 26 Mitgliedern. Sie werden entsandt von freien Trägern und Kirchenbezirken. Die Geschäftsführung hat die Abteilung Kind, Jugend, Schule im Diakonischen Werk Baden.

Die Gründung der Arbeitsgemeinschaft in Karlsruhe am 13. Dezember 2018 erfolgte einstimmig. Etwa hundert Vertreter und Vertreterinnen der Kita-Träger waren zur Gründungsveranstaltung ins Südwerk gekommen.

Zuvor hatte Dr. Ulrike Hahn, Vorstandsmitglied im Diakonischen Werk Baden, auf die gesellschaftliche Bedeutung der evangelischen Kindertageseinrichtungen hingewiesen. Kitas seien Orte, an denen die Zukunft von Gesellschaft und Kirche wesentlich mitgestaltet werde. Kitas seien die lebendigsten, und manchmal die letzten kirchlichen Orte in den Dörfern. Kitas stünden dabei einer Fülle an Anforderungen und Erwartungen gegenüber: vom pädagogischen Konzept über Bildung des evangelischen Profils bis hin zur Umsetzung von Brandschutzvorschriften.

Hahn begrüßte deshalb die Gründung der AG ausdrücklich. Lösungen und Vorschläge, die die Weiterentwicklung der Kitas betreffen, seien umso besser, wenn sie gemeinsam von den Verantwortlichen erarbeitet wurden. AG und Ausschuss seien sinnvolle und repräsentative Strukturen, in denen Meinungsbildung und Interessenvertretung stattfinden könne.

Die Gründung sei aber auch Resultat eines mehr als einjährigen Lernprozesses, in dem Diakonisches Werk und Kirchengemeinden aufeinander zugegangen seien, um Interessen und Aufgaben zu verkoppeln und eine Vertretungsstruktur innerhalb der Diakonie ins Leben zu rufen.

Zuvor hatte Professor Dr. Friedrich Schweitzer über die Bedeutung von evangelischen Kindertagesstätten referiert. Da sich Bildungsprozesse vor allem in den ersten sechs Lebensjahren vollzögen, seien sie bedeutsamer Bildungsort mit Auswirkung für das ganze Leben. Insofern seien sie nicht nur Unterstützung für Eltern, sondern auch Dienst an der Gesellschaft. Sie trügen zur Erziehung zu Frieden, Toleranz und Demokratie bei.

Die Trägerlandschaft im Kitabereich sei in Bewegung. Neben kirchlichen entstünden immer mehr freie Träger. Es sei deshalb mehr als zeitgemäß, dass sich die Träger im Rahmen der Diakonie zusammenschlössen. In Verhandlungen mit staatlichen Instanzen müsse man mit einer Stimme sprechen. So werde auch Kirche als zivilgesellschaftlicher Akteur gestärkt