AfD und Sozialstaat

14. August 2018
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Oberkirchenrat Urs Keller, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Baden

Die Sozialpolitik der Alternative für Deutschland  muss nach Ansicht des badischen Diakoniechefs Urs Keller stärker hinterfragt werden. "Kirche und Diakonie müssen noch viel deutlicher herausarbeiten, wie diese Partei zu den sozialen Sicherungssystemen steht", sagte der Oberkirchenrat im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Die AfD messe dem Sozialstaat nur einem geringen Wert bei, sagte Keller. Das sei bedenklich. Denn gesellschaftlicher Zusammenhalt hänge unmittelbar mit dem Sozialstaat zusammen. Er verleihe den Menschen Sicherheit in Situationen, in denen sie nicht mehr für sich selbst einstehen können. Deshalb, so Keller, sei er der festen Überzeugung, dass es keine Alternative zu dem Konzept Sozialstaat gebe.

Grundsätzlich verfolge die Diakonie Baden den Ansatz, in der Sozialpolitik auch mit der AfD zu reden. "Wenn wir miteinander arbeiten, beispielsweise im kommunalen Bereich mit AfD-Politikern, schauen wir uns die Leute und ihre politischen Aussagen genau an", erklärte Keller. Wichtig sei, ihnen keine Podiumsplätze oder Plattformen für rechtsextreme Positionen zu geben.