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| „Himmlische“ Zustände – Im Hofgut Himmelreich finden behinderte Jugendliche berufliche Perspektiven |
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„Als ich hier anfing, habe ich fast nie etwas gesagt. Wenn sich die Leute am Tisch unterhielten, stand ich daneben und wartete. Ein bisschen schüchtern bin ich immer noch“, meint Konstantin und wirkt dabei eigentlich ziemlich selbstbewusst. Er hat viel gelernt im letzten Jahr, seit er seine dreijährige Lehre als Fachkraft im Gastgewerbe aufgenommen hat. Er hat eine geistige Behinderung und unter „normalen“ Umständen hätte er nie einen Ausbildungsplatz bekommen. Hier, im Hofgut Himmelreich, einem Hotel mit Restaurant bei Kirchzarten in der Nähe von Freiburg ist das anders. Unbehindert miteinander zu lernen, zu arbeiten und zu leben ist das Ziel der Leute, hier im Himmelreich. Zur Zeit sind das 13 mit und 13 ohne Behinderung. Eine „doppelte Glückszahl“ sozusagen. Essen kochen, waschen, das Außengelände und die Hotelzimmer in Ordnung halten, die Gäste bedienen … eine Menge Arbeit, aber Arbeit, die Spaß macht – und für die man auch etwas können muss!
Konrad redet weiter wie ein Wasserfall: „Ich sage zu den Leuten: “Guten Tag, wollen Sie schon was zu trinken?“ Später nehme ich die Bestellungen für das Essen auf. Aufschreiben kann ich nicht. Die Buchstaben kann ich schon, aber was die für eine Reihenfolge haben, das weiß ich nicht. Bei mir ist es eine geistige Behinderung – lesen und schreiben - mehr nicht. Am Anfang habe ich beim Bestellen Kürzel aufgeschrieben. Aber die Küche konnte die nicht lesen. Jetzt haben wir eine Speisekarte mit Zahlen. Da musste ich viel auswendig lernen. Die Nummern gebe ich in den Kassencomputer ein. Der druckt das dann so aus, dass die Küche das lesen kann. Am Anfang hat mein Chef gesagt, ich soll das sein lassen mit dem Buchen. Aber ich hab es trotzdem gemacht. Wer nichts probiert, kann auch nicht gewinnen. Da muss man sich schon durchsetzen…“ Für die schriftlichen Arbeiten hat Konstantin eine Assistenz. Außerdem trainiert er an seinem Computer ein Spracherkennungsprogramm, das das gesprochene Wort in eine lesbare Schriftsprache umwandelt. So bekommt er in seiner Ausbildung alles mit, was er auf dem normalen Arbeitsmarkt braucht.
„Eigentlich bin ich stolz auf mich. Dass ich Geld verdienen kann. Ich hätte mir nicht vorstellen können, nur in einer Behindertenwerkstatt zu landen...“ meint Konrad. Stolz sind aber auch die „Erfinder“ vom Hofgut Himmelreich. Es ist toll, sich dafür einzusetzen, dass Menschen mit und ohne Behinderung die gleichen Rechte und die gleiche Würde haben und im Team zusammenarbeiten! Und ganz nebenbei können die Gäste, die im Hotel übernachten oder sich beim Essen verwöhnen lassen, erleben: Das macht nicht nur Sinn hier – das ist auch noch lecker! Oder habt Ihr etwas einzuwenden, gegen Eis mit heißen Himbeeren oder Schokoladenmousse mit Mango? |
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| Zwei Vorschläge: |
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1.) Engagiert euch mit Eurem Konfidank, damit auch in Zukunft Jugendliche mit Behinderung eine Berufschance bekommen können. 2.) Macht als Konfis doch mal einen Ausflug ins „Himmelreich“ – das Vanilleeis mit heißen Himbeeren ist echt „himmlisch“! Versprochen! (www.hofgut-himmelreich.de) |
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| Spendenkonto |
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Diakonisches Werk Baden Kto: 4600 ( BLZ 520 604 10) Evangelische Kreditgenossenschaft Karlsruhe Verwendungszweck: Konfidank Diakonisches Werk
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Sozialen Jahres im Diakonischen Werk Baden
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| Kongress 2010 |
Heimat: Vom
Sozialraum zu Le-bensraum. Zu diesem Thema wurde beim Diakonie Baden
Kongress 2010, der am 8.-10.2.2010 in Bad Herrenalb stattfand,
eingeladen, nachgedacht und diskutiert.
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| "gemeinsam gewinnen" |
| Eine Aktions-gemein-schaft des
Diakonischen Werkes Baden, des Diözesancaritasver-
bandes
Freiburg und des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes
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