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| Hungersnot im Niger - Überleben bis zur Ernte sichern! |
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Die Diakonie Baden bittet angesichts der Hungersnot im Niger dringend um Ihre Spende. Sie unterstützt damit die DIAKONIE KATASTROPHENHILFE, die in ihrem weltweiten kirchlichen Verbund ACT (Kirchen helfen gemeinsam) Menschen mit Hirse und Milchpulver versorgen wird.
Dürre und eine Heuschreckenplage im vergangenen Jahr haben verheerende Folgen für die Menschen im Niger, dem zweitärmsten Land der Welt: 2,5 Millionen Kinder, Frauen und Männer sind nach Angaben der Vereinten Nationen unterernährt und brauchen dringend Hilfe, um zu überleben.
Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt in ihrem weltweiten kirchlichen Verbund ACT (Kirchen helfen gemeinsam) ein Soforthilfeprogramm: Bis Ende September sollen in der Provinz Tahoua, rund 550 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Niamey, sowie in der benachbarten Provinz Maradi knapp 50.000 Menschen in 55 Dörfern mit Hirse und Milchpulver versorgt werden. Dafür wurden bislang 100.000 Euro bereit gestellt.
"Menschen wie Tiere brauchen dringend Lebensmittel und Wasser", berichtet der regionale Nothilfe-Koordinator, Bachir Barké Doka. "Zahlreiche Männer haben ihr Zuhause verlassen, um in den Städten Geld zu verdienen. Die Zurückgebliebenen, vor allem Frauen und Kinder, werden täglich schwächer". Zugleich zeigt sich Doka beeindruckt von der inneren Kraft der Menschen, mit der sie der schon seit Monaten andauernden Not begegnen: "Die Natur lässt sie leiden, aber sie verzweifeln nicht, sondern helfen sich, so gut es geht, gegenseitig." Dennoch: "Es ist einfach nicht genug zu essen da", sagt Doka.
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| Aufbau von Getreide-Banken sichert längerfristige Versorgung |
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Der ACT-Verbund ist bereits seit 1985 im Niger tätig. Das gegenwärtige Soforthilfeprogramm startete im April dieses Jahres. Die lokalen Partnerorganisationen verteilten unter anderem Saatgut, damit die jüngste Aussaatperiode, die im Juni begann, genutzt werden konnte. Doch trotz der ausreichenden Niederschläge ist Nothilfe-Koordinator Doka besorgt: "Die Menschen sind so geschwächt und ausgehungert, dass sie ihre Ernte kaum einbringen können." Im Rahmen des Hilfsprogramms in Tahoua werden zudem Tierfutter verteilt und Getreide-Banken aufgebaut. Die Verteilung von Lebensmitteln und Futter ist lediglich ein erster Schritt, um die Zeit bis zur nächsten Ernte zu überbrücken. In den vergangenen Jahren sind bereits eine Reihe von Getreide-Banken aufgebaut worden. Damit können die Gemeinden ihre Ernteerträge über das Jahr verteilt besser verwalten und nutzen. Dieser Ansatz soll verstärkt werden.
Neben Niger kommen aus weiteren Ländern im Sahel wie Mali, Mauretanien und Burkina Faso Nachrichten über Hunger und Unterernährung. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt unter anderem in Burkina Faso rund 12.500 Familien mit Lebensmitteln. Auch hier hatten die Heuschreckenplage sowie geringe Niederschläge im vergangenen Jahr zu Ernteverlusten geführt.
Stand 1.8.2005
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Spendenkonto: Diakonie Baden Bank für Sozialwirtschaft Konto 300, BLZ 660 205 00 Kennwort: „Niger/Sahel“
Mehr Informationen: www.diakonie-baden.de ; www.diakonie-katastrophenhilfe.de
Für Rückfragen: Volker Erbacher, Diakonie Baden, 0721/9349-219; Gesine Wolfinger, Diakonie Katastrophenhilfe 0711-2159-147; Ute Dilg, Brot für die Welt, 0711-2159-4
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