Schuldnerberatung
Die Diakonie in Baden bietet Schuldnerberatung als integrierter Teil der Allgemeinen Kirchlichen Sozialarbeit (KASA) durch alle örtlichen Diakonischen Werke an. In einigen Diakonischen Werken gibt es spezialisierte SchuldnerberaterInnen, die auch den Weg durch das gerichtliche Verfahren der Insolvenzordnung begleiten bzw. als sogenannte "bescheinigende Stelle" auftreten.
Mit der Insolvenzordnung gibt es die Möglichkeit, dass auch überschuldete Privatpersonen nach Erfüllung bestimmter Auflagen und einer "Wohlverhaltensphase" von ihren Restschulden durch Gerichtsbeschluss befreit werden und somit wieder von vorne anfangen können.
Überschuldung betrifft nicht nur relativ arme Menschen: Sie kann ausgelöst werden etwa durch Arbeitslosigkeit, Scheidung, psychische Probleme, ungünstige Entwicklungen und falsche Entscheidungen.
Das Diakonische Werk Baden geht von ca. 250.000 überschuldeten (Privat-)Haushalten in Baden-Württemberg aus. Im gesamten Bundesgebiet gelten mehr als drei Millionen Privathaushalte als überschuldet. Bundesweit gibt es aber nur knapp 1000 gemeinnützige Beratungsstellen und 1500 Beraterinnen und Berater. Das Diakonische Werk setzt sich mit anderen Wohlfahrtsverbänden dafür ein, dass mehr Beratungsstellen errichtet werden, deren Finanzierung sicher ist und dass auch künftig eine kostenlose Schuldnerberatung angeboten werden kann.
Das Diakonische Werk Baden arbeitet auf Ebene der Liga Baden-Württemberg im Bereich der Schuldnerberatung eng mit den Wohlfahrtsverbänden und Vertretern der Kommunen zusammen. In Kooperation mit der Diakonie Württemberg werden für Beraterinnen und Berater regelmäßig Fortbildungen und Fachtage organisiert.
Schuldnerberatung der Diakonie Baden:
weitere Informationen:
Das Diakonische Werk Baden ist Mitherausgeber des Infodienstes Schuldnerberatung, der viermal jährlich erscheint.





