Häusliche Gewalt
Gewalt zwischen Männern und Frauen
Gewalt bedeutet einschüchtern, Zwang ausüben, das Faustrecht nehmen. So werden Konflikte geregelt oder Macht bewiesen. Sie kann auch ein Versuch sein, einer situativ erlebten Hilflosigkeit und dem unerträglichen Gefühl von Ohnmacht oder Angst eine Reaktion entgegen zu setzen.
Die am meisten verbreitete Form der Gewalt ist die gegen Frauen und Mädchen. Sie kennt keine sozialen oder ökonomischen Grenzen. Sie reicht von der alltäglichen Belästigung auf der Straße und im Berufsleben, über vielfältige Formen der Missachtung, der Herabwürdigung zum Objekt, der Misshandlung, des sexuellen Missbrauchs - in und außerhalb der Familie - bis hin zur Vergewaltigung, Tötungen, dem Menschenhandel und der Zwangsprostitution.
Eine Aufgabe der Diakonie ist, dafür Sorge zu tragen, dass Gewalt nicht verharmlost wird. Der Widerstand und das Selbstbewusstsein der Betroffenen muss gestärkt werden. Dazu ist Hilfe und Beratung notwendig. Zuflucht wird gewährt.
Häusliche Gewalt …ist keine Privatsache.
Rat und Hilfe kann bei einer Beratungsstelle für Opfer häuslicher Gewalt und nach Platzverweis gesucht werden. Diese wird nach Polizeieinsätzen und auf Anfrage aktiv, um nach erlebter Gewalt den Opfern, ihren Angehörigen und dem sozialen Umfeld mit Beratung, Informationen und Unterstützung bei rechtlichen Schritten beizustehen. Die Beratung kann vom Opfer genutzt werden, um sich über das Geschehene und künftige Planungen klar zu werden. Die Beratung unterliegt selbstverständlich der Schweigepflicht und ist kostenlos.
In der Diakonie in Baden gibt es an 2 Orten ein Frauen- und Kinderschutzhaus, das eine vorübergehende anonyme Unterkunft bieten kann. Der Kontakt wird über die örtliche Polizei oder direkt über die genannten Telefonnummern hergestellt. Die Mitarbeiterinnen bieten auch im Vorfeld Hilfe und Beratung an. Alle aufgenommenen Frauen benötigen zunächst Sicherheit, Schutz und Ruhe. Die Mitarbeiterinnen unterstützen sie bei vielen bürokratischen Angelegenheiten und auch bei der Verarbeitung traumatischer Gewalterfahrungen.






