Katastrophen in Japan Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Verzicht auf Zweckbindung von Spenden
Die Diakonie Katastrophenhilfe ist derzeit nicht in der Lage, abzuschätzen, in welcher Höhe und auf welche Weise sie in Japan aktiv werden kann. Sie bittet daher alle Spenderinnen und Spender, die für Japan spenden möchten, auf eine Zweckbindung zu verzichten, damit damit die Spenden gegebenenfalls auch für Katastrophen, die von den Medien zur Zeit "übersehen" werden, eingesetzt werden können.
Vergleichen Sie auch den folgenden Brief der Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe Cornelia Füllkrug-Weitzel
Pfr. Volker Erbacher 18.03.2011
Offener Brief der Diakonie Katastrophenhilfe an die Gemeinden
Liebe Gemeinden der evangelischen Landes- und Freikirchen,wir sind mit Ihnen tief bewegt von den schrecklichen Bildern von Tod und Zerstörung nach dem verheerenden Erdbeben und nachfolgendem Tsunami in Japan. Und wir teilen die Fassungslosigkeit und das Grauen angesichts der offensichtlichen Unmöglichkeit, die entfesselten Kräfte in den Kernkraftwerken zu bändigen. Wir beten zu Gott, er möge die furchtbare Bedrohung durch eine Nuklearkatastrophe vom japanischen Volk abwenden. Das flehentliche Eintreten vor Gott ist z.Zt. unsere wichtigste Möglichkeit, den Menschen in Japan Beistand zu leisten. Diese Möglichkeit sollten wir als Christen und Christinnen nicht geringer schätzen als materielle oder personelle Hilfe – auch wenn sie in der Öffentlichkeit kaum noch Konjunktur hat!
Wir sind tief beeindruckt vom Willen unserer Bevölkerung, der japanischen Bevölkerung in der Stunde der Not beizustehen. Das Mitleid und die Bereitschaft, sich zu engagieren, sind weit größer als wir erwartet haben. Das kann uns alle mit Freude, Dankbarkeit und Stolz erfüllen.
Aber es stellt unsere eigene Verantwortung als Diakonie Katastrophenhilfe auf eine Probe: Umfang und Ende dieser doppelten Katastrophe, die über Japan hereingebrochen ist, sind noch nicht absehbar. Nicht absehbar ist darum gegenwärtig, wie viel Hilfe in Japan wirklich benötigt wird, wie viel die japanische Regierung und Zivilgesellschaft davon selbst leisten kann und wie viel sie von der Gebergemeinschaft weltweit erbitten wird. Kein Land ist so gut auf Katastrophenschutz und – hilfe spezialisiert und dafür gerüstet, wie Japan. Nur wenige Länder verfügen über so viel eigene Mittel und leichte Kreditzugänge. Gegenwärtig ist für uns darum noch nicht absehbar, wie viele unserer Kollekten- und Spendenmittel tatsächlich in der Katastrophenregion gebraucht werden.
Um verantwortlich und korrekt mit Ihren Kollekten und Spenden umgehen zu können, bitten wir Sie darum, Ihre Spende und Kollekte ab sofort auf das Konto der Diakonie Katastrophenhilfe mit dem Stichwort ‚Allgemeiner Katastrophenfonds‘ einzuzahlen. Aus diesem Fonds finanzieren wir jede Hilfe, die wir in Japan mit Partnern unseres Vertrauens zugunsten der betroffenen Bevölkerung leisten können. .Dessen können Sie gewiss sein! Dazu stehen wir nicht zuletzt über das weltweite Netzwerk der Kirchen ACT in Kontakt mit Vertretern der ev. Kirchen in Japan.
Sollte Hilfsbereitschaft aber größer sein als der Hilfsbedarf, dann können wir damit auch Menschen in anderen Krisenregionen helfen, die weniger im Licht der Öffentlichkeit stehen, aber ebenso hilfsbedürftig sind und dringend auf unsere Unterstützung hoffen.
So helfen Sie uns, so korrekt und verantwortungsbewusst mit Ihren Kollekten umzugehen , wie Sie es von uns gewohnt sind und von uns erwarten dürfen.
Danke für Ihre Hilfe, Danke für Ihr Vertrauen!
Pfn. C. Füllkrug-Weitzel
Vorstand Diakonie Katastrophenhilfe
Stuttgart, den 17.3.2011
Diakonie Katastrophenhilfe Kto. 502 707 bei der Postbank Stuttgart, Bankleitzahl: 600 100 70
Spendenstichwort: Allgemeiner Katastrophenfonds
Unser Spendenkonto:
Diakonisches Werk Baden
EKK Karlsruhe
Konto-Nr.: 4600
BLZ: 520 604 10
Kennwort: "Katastrophenhilfe"





