BROT FÜR DIE WELT aus Baden
Indien: Der Aufstand der Ausgebeuteten

- Indische Bauern kämpfen um ihr Land
Noch in den 30er Jahren stellten die Ureinwohner in indischen Bundesstaat Jharkhand 70 Prozent der Bevölkerung. Heute machen die so genannten Adivasi nicht einmal mehr ein Drittel aus. Der rückständige Bundesstaat im Nordosten Indiens ist reich an Rohstoffen. Da die indische Wirtschaft gigantisch wächst, werden die Vorkommen an Kohle, Eisenerz, Kalkstein und Uran rücksichtslos ausgebeutet. Für die Errichtung von Minen und Industrieanlagen werden die Adivasi mit falschen Versprechungen, Enteignungen oder physischer Gewalt von ihrem Land vertrieben. Ihre Wälder fallen dem Kahlschlag zum Opfer. Ganze Dörfer versinken im Staub. Haben die Bauern erst einmal Grund und Boden verloren, finden sie sich oft in den Slums der Großstädte wieder. Die dortige Menschenrechtsorganisation BIRSA ist Projektpartner von „Brot für die Welt“.
Hier bekommen die von Landraub bedrohten Kleinbauern juristische Unterstützung, um ihre in der Verfassung verankerten Landrechte zu verteidigen. Mit Erfolg: Erst vor kurzem konnten sie erreichen, dass ein Stahlkonzern von seinem Vorhaben abließ, über 10.000 Menschen in 16 Dörfern die Existenzgrundlage zu nehmen. So können die Kleinbauern auch in Zukunft von ihrem Land leben.
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- Robuste Kartoffelsorten in die Erde, anstatt Monokulturen und Argochemie
Anders als zu Zeiten der Inkas ist die Region um das Andenstädtchen Vilcashuamán heute bettelarm. Sechs von zehn Kindern sind unterernährt. Die Regierung fördert lediglich die auf den Export ausgerichtete, industrialisierte Landwirtschaft, da kommen die Kleinbauern zu kurz, die mit einem bis drei Hektar auskommen müssen. Der blutige Guerrillakrieg vor 25 Jahren hat bis heute die Landwirtschaft ruiniert. Und jetzt noch die Missernten durch den Klimawandel. Um vor dessen schlimmsten Auswirkungen schützen fördert „Brot für die Welt“ die Wiedereinführung vieler traditioneller Nutzpflanzen, darunter über einhundert verschiedene Arten von Kartoffeln. Die robusten Sorten bewähren sich. Diejenigen, die jedoch weiter auf Monokulturen und Agrochemie setzen, müssen sich für spezielles Saatgut und Kunstdünger hoch verschulden.
Weitergegeben wird das Wissen durch die Bauernorganisation CHIRAPAQ mit der Methode „Von Bauer zu Bauer“. Familien werden zu Promotoren ausgebildet und teilen ihr Wissen mit den Nachbarn. Das passt gut zu dem Prinzip des „Ayne“, des unentgeltlichen Tauschs unter Kleinbauern, den schon die Inkas praktizierten.
Unser Spendenkonto:
Diakonisches Werk Baden
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Kennwort: "Brot für die Welt"
Ihr Ansprechpartner:

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Volker Erbacher
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