Stiftungsforum Kirche und Diakonie


29.09.2017 - In eigener Sache

Stiftungsforum, Pressekonferenz

Stiftungsforum, Begrüßung

Preisträger: 1. Platz: Frauenstiftung „GRATIA"

Preisträger: 2. Platz: Stiftung „Jubilate"

Preisträger: 3. Platz: Stiftung „Badische Posaunenarbeit"

Workshop „Hurra, eine Stiftung!"

Workshop „Informiert zur Bank; Schwerpunkt Nachhaltige Geldanlage"

Workshop „Erbschaften für Stiftungen"

Erbrecht für Stiftungen im Überblick

Dr. Torsten Sternberg und Volker Erbacher beim Anschneiden der Jubiläumstorte

Aus Anlass des fünften Stiftungsforums von Kirche und Diakonie in Baden haben Vertreter beider Institutionen die Bedeutung kirchlicher Stiftungen betont. Volker Erbacher, Geschäftsführer der Stiftung Diakonie Baden sagte im Rahmen einer Pressekonferenz, Kirche und Diakonie hätten Angebote in fast alle gesellschaftlichen Bereiche hinein. Man sei dicht an den Menschen. Die kirchlichen Stiftungen könnten jedem ein für ihn passendes Angebot machen, um über Stiftungen mit dem eigenen Geld anderen Menschen zu helfen. Außerdem gebe es so etwas wie einen Vertrauensvorschuss. Kirch sei glaubwürdig und garantiere Dauerhaftigkeit. Vielleicht auch deswegen sei ein deutlicher Trend zu erkennen. Immer mehr Menschen hätten Interesse daran, ihr Erbe an Kirche oder Diakonie gehen zu lassen.

Die Arbeit der Stiftungen werde aber erschwert durch die anhaltende Niedrigzinsphase, sagte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung der Stiftung der Evangelischen Landeskirche in Baden, Torsten Sternberg. Nicht mehr in großen Stil Hilfen über Zinserträge finanzieren zu können, sei eine Herausforderung. Pfarrer Sternberg wies aber darauf hin, dass Stiftungen noch immer eine der besten Möglichkeiten seien, auch mit kleinen Beträgen Großes bewirken zu können. Zudem hätten Stiftungen einen langen Atem, so dass auch diese aktuell schwierige Phase überdauert werden könne.

Heide Serra vom Verein Amica in Freiburg berichtete, wie wertvoll die Unterstützung ihrer Arbeit durch Stiftungen sei. Jedes Jahr könne man auch aufgrund dieser Hilfe mehreren hundert Frauen in Krisengebieten in aller Welt zur Seite stehen. So habe die Frauenstiftung GRATIA der Evangelischen Frauen in Baden in den vergangenen drei Jahren nahezu 12.000 Euro gegeben. Mit dem Geld konnte man ein Beratungszentrum im Libanon aufbauen. Hilfe in Krisen- und Kriegsgebieten sei aber nur dann sinnvoll, wenn man einen langen Atem habe und sich darauf verlassen könne, langfristig Unterstützung zu bekommen. Das werde durch die Hilfe von Stiftungen garantiert.

Im Rahmen des Stiftungsforums wurde der Evangelische Stiftungspreis 2017 vergeben. Die Stiftung der evangelischen Frauen in Baden "Gratia" wurde für ihren Einsatz für Frauen und Mädchen mit dem mit 2.000 Euro dotierten ersten Platz ausgezeichnet. "Gratia" habe mit einem neuen Fundraisingkonzept sowie der Gewinnung von Botschaftern im vergangenen Jahr weit in die Gesellschaft hineingewirkt. Dadurch sei es gelungen, die Spendeneinnahmen deutlich zu erhöhen. Die Gratia-Stiftung unterstützt weltweit diakonische Projekte für Frauen. Sie will zur Verbesserung ihrer Lebensbedingungen beitragen und insbesondere die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie die Bildungsarbeit fördern.

Den mit 1.000 Euro dotierten zweiten Platz belegt die Stiftung "Jubilate" der evangelischen Vogelstang-Gemeinde in Mannheim für ihren Einsatz zum Erhalt der örtlichen Kirchenmusik. So konnte zum Beispiel die Vollzeitstelle eines Kantors dauerhaft eingerichtet werden.

Auf dem dritten Platz, dotiert mit 500 Euro, ist die Stiftung "Badische Posaunenarbeit" mit Sitz in Dossenheim (Rhein-Neckar-Kreis). Die Stiftung, die der Öffentlichkeit die Bedeutung der badischen Posaunenarbeit bewusstmachen will, überzeugte mit ihrer Kreativität beim Erstellen von neuen Werbematerialien.

Der Stiftungspreis von Landeskirche und Diakonie wurde zum zweiten Mal vergeben. Das Preisgeld stiftete die Evangelischen Bank.

 


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