KITA-Kongress 2017


11.05.2017 -

Unter dem Motto „Kompetent für Kitas“ haben sich in Karlsruhe mehr als 300 Führungskräfte, Fachleute und Trägerverantwortliche  zum großen Kita-Kongress 2017 der Diakonie Baden getroffen.

 

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kindertageseinrichtungen auf aktuelle Herausforderungen reagieren und für die Zukunft gerüstet aufstellen. Wichtig war den Teilnehmern, Zukunftsperspektiven für kommende Generationen zu erarbeiten. Einig war man sich darin, dass insbesondere evangelische Einrichtungen aufgrund ihres christlichen Profils schon heute gut für kommende Herausforderungen gerüstet sind. Eine Kita sei spürbar evangelisch, wenn in ihr ein offener und freundlicher Geist gelebt werde. Dies sei das Fundament, um anderen Menschen gegenüber tolerant und partnerschaftlich aufzutreten.

 

Dr. Ulrike Hahn, Vorstandsmitglied im Diakonischen Werk Baden, betonte in ihrer Begrüßung die besondere evangelische Verantwortung für Kinder. In mehr als 1900 Gruppen in 630 Kitas nehme die Evangelische Kirche in Baden diese Verantwortung wahr und beweise täglich ihre Zuständigkeit in diesem Bereich.

 

Diese Zuständigkeit bringt aktuell neue Herausforderungen. Die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention hat Auswirkungen auch auf Kindertageseinrichtungen. Immer mehr Kinder und Familien mit ausländischen Wurzeln haben Einfluss auf Konzept und Planung des Tagesablaufs und damit auf die Ausbildung der Erzieher/innen. Das gilt umso mehr, wenn sich Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren weiterentwickeln und damit ganze Familien in den Blick geraten. Einrichtungen bekommen so zunehmend Gewicht als Ort der Integration und Sozialisation.

 

Diese neuen Aufgaben verlangen viel, insbesondere von den Führungskräften. Wie diese geeignete Unterstützung bekommen war ebenfalls Thema des Fachkongresses. Klar war auch, dass die neuen Aufgaben nur zu meistern sind, wenn entsprechende finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung stehen.

 

Für Kirche und Diakonie ist die Unterstützung von Menschen bedingungslos. Unabhängig von Herkunft, Glauben oder Religion nehmen sie gesellschaftliche Verantwortung für Kinder und deren Familien wahr. Die aktuellen Herausforderungen verlangen vor allem Investitionen in die Qualität der Angebote sowie innovative und zukunftsweisende Handlungskonzepte als Antwort auf drängende gesellschaftliche Fragen.

 

Diese Herausforderungen zu meistern, ist für evangelische Kindertageseinrichtungen deshalb auch eine Chance: Die Chance sich auf der Grundlage des eigenen evangelischen Selbstverständnisses zu profilieren.


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