Hungersnot in Ostafrika


28.02.2017 - Spenden
Wasser wird knapp in der Ukamba-Region. Die Wasserstellen sind fast leer, die Flüsse seit langem ausgetrocknet. Ernten sind ganz ausgeblieben, das verbliebene Wasser ist von außerordentlich schlechter Qualität.

Marsabit - Dürre

Die Diakonie Baden beteiligt sich an einem Spendenaufruf der Diakonie Katastrophenhilfe. Ab sofort kann über die Homepage der Diakonie Baden online für die von Hunger und Dürre betroffenen Menschen in Ostafrika gespendet werden.

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Hintergrund ist eine drohende Hungersnot ungeahnten Ausmaßes in Teilen Ostafrikas. Allein im Südsudan sind nach Angaben der Vereinten Nationen fünf Millionen Menschen auf die Unterstützung mit Lebensmitteln angewiesen. Eine Hungersnot wurde offiziell für einen Teil des Landes ausgerufen. In Somalia ist die Zahl der Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, aufgrund der Dürre auf mehr als sechs Millionen angestiegen. Nach Angaben der Diakonie Katastrophenhilfe ist das Leben hunderttausender Menschen akut bedroht. Gleichzeitig drohe die Situation die sehr fragile politische Lage weiter zu destabilisieren und die Fortschritte der letzten Monate, gerade in Somalia, wieder zu zerstören.

Die nun schon seit mehreren Jahren anhaltende Dürreperiode führe auch in anderen Regionen Ostafrikas zu einer Verschärfung der Situation. Betroffen seien insbesondere der Nordosten Kenias, der Südosten Äthiopiens und Somalia – insgesamt ein Gebiet mit 15 Millionen Einwohnern. Mehr als eine Million Kinder im Südsudan werden als akut unterernährt geschätzt. Die Prognosen für die nächste Regenzeit, die eigentlich im März beginnen sollte, sind schlecht. Laut Diakonie Katastrophenhilfe besteht die Gefahr, dass sich die Situation im Frühsommer dramatisch verschärft.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist mit ihren lokalen Partnerorganisationen in Südsudan, Somalia, Kenia und Äthiopien vor Ort und versorgt die Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut und Zugang zu sauberem Trinkwasser. Zudem werden neben der Nothilfe die Menschen in der Vorsorge unterstützt. Dabei geht es insbesondere darum, Wissen zu vermitteln, wie Landwirtschaft trotz der schwierigen klimatischen Bedingungen möglich ist.

„Mehr denn je sind die Menschen in Ostafrika auf Unterstützung angewiesen. „Wir müssen jetzt handeln, um eine noch größere Hungersnot zu verhindern“, so die Diakonie Katastrophenhilfe.

 


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