Gesundheit 2.0


07.07.2017 -

Die Diakonie in Baden-Württemberg und die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) haben das Projekt „Belev - Gesundes Arbeiten gestalten 2.0“ ins Leben gerufen. Rund 100 Vertreter und Vertreterinnen von Pflege-Einrichtungen und Trägern nahmen an der Auftaktveranstaltung in Rastatt teil. Belev I2.0 ist die Fortsetzung des erfolgreichen Konzept  Belev I aus dem Projekt Chronos. Es setzt sich zum Ziel, durch die Förderung gesunder Arbeitsbedingungen Mitarbeiter stärker an ihr Unternehmen zu binden und die Diakonie als Arbeitgeber grundsätzlich attraktiv zu machen. Die Veranstaltung in Rastatt sollte Einrichtungen, die sich eine Teilnahme an dem Projekt überlegen, von den Vorteilen und dem Nutzen von Belev überzeugen.

 

Erhard Weiß, Leiter der Karlsruher Geschäftsstelle der BGW, sagte, es sei ihm ein Herzensanliegen, gemeinsam mit der Diakonie Mitarbeiter-Gesundheit zu verbessern. Die BGW investiere große Summen in Beratung und Begleitung nicht nur, weil sie dazu den gesetzlichen Auftrag habe. Man begleite allein in Baden-Württemberg 70.000 Unternehmen. Die Diakonie habe man sich als zuverlässigen und starken Partner ausgewählt und damit ein Modellprojekt ins Leben gerufen. Insbesondere in der Pflege bestehe aufgrund demografischer Entwicklungen dringender Handlungsbedarf.

 

In einem Erfahrungsbericht schilderte Thomas Nehr, Geschäftsführender Vorstand von „Diakonie ambulant – Gesundheitsdienste Oberes Murrtal e.V.“, wie sich das Konzept Belev 1.0 auf sein Unternehmen und die Mitarbeiter ausgewirkt hat. So seien die Fehlzeiten durch Krankheit spürbar zurückgegangen, Betriebsabschlüsse seien seit Jahren durchweg positiv und vakante Stellen könnten in kurzer Zeit nachbesetzt werden, auch weil es zahlreiche Initiativbewerbungen gebe.

 

Die Pfarrerin und Geschäftsbereichsleiterin Personal bei den „Die Zieglerschen“, Dorothee Schad, betonte die Bedeutung der inneren Haltung. Wenn im Unternehmen nicht alle für das Thema Gesundheit brennen und seine Bedeutung verinnerlichen würden, werde Belev seine Wirkmöglichkeiten nicht entfalten können. Die Zeit sei überreif für konkrete Schritte im Gesundheitsmanagement. Personalmangel, hohe Fluktuation und wachsende Aufgaben machten vor den Pflegeeinrichtungen nicht halt. Es sei jeder betroffen.

 

Auch die Karlsruher Arbeitsmedizinerin Dr. Katja Zugenmaier warb für das Projekt. Die Krankheitsbilder bspw. aus beruflicher Überlastung seien nicht zu übersehen. Das Projekt Belev 2.0 sei ein geeignetes Sprungbrett, Gesundheit zu fördern. Es sei in der Lage, sich an die jeweiligen Bedingungen der einzelnen Einrichtungen anpassen zu können.

 

André Peters, Vorstandsmitglied der Diakonie Baden, rief die anwesenden Vertreter auf, sich an „Belev – Gesundes Arbeiten gestalten 2.0“ zu beteiligen. Wer die Zeichen der Zeit erkenne, komme am Thema gesundes Arbeiten nicht vorbei. Belev 2.0 sei eine hervorragende Möglichkeit sich auf das Thema einzulassen. Man werde begleitet und hochwertig beraten, was einer gewissen Erfolgsgarantie gleichkomme.


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