Fachkongress Sozialwirtschaft


17.01.2017 -

Diakonie vermittelt Flüchtlinge in soziale Berufe

Anfang Dezember 2016 haben die Diakonischen Werke Baden und Württemberg zum dritten Mal den Fachkongress „Sozialwirtschaft International“ in Stuttgart ausgerichtet. Der Kongress bringt Unternehmen und Einrichtungen der Sozialwirtschaft auf der einen Seite und Fachexperten auf der anderen Seite zusammen.

Die Diakonie setzen im Kampf gegen den Fachkräftemangel verstärkt auf Mitarbeitende aus dem Ausland. Vor dem Hintergrund tausender Menschen, die nach Vertreibung und Flucht nach Baden-Württemberg gekommen sind, werden jetzt auch Flüchtlinge in den Blick genommen.

Mittel dazu ist das Welcome Center Sozialwirtschaft (WCS), das beide diakonische Werke im Auftrag des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg ins Leben gerufen haben. Unter dem Titel „Eingewandert – Geflüchtet – Angeworben“ informierte das WCS im Rahmen des Fachkongresses über die Gewinnung und Bindung internationaler Fachkräfte. In verschiedenen Vorträgen, Fachforen und einer Podiumsdiskussion ging vor allem um Beispiele, in denen die Vermittlung internationaler Fachkräfte zum Vorteil von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gelungen ist.

Ministerialdirektor Hubert Wicker vom baden-württembergischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau würdigt die Arbeit des Welcome Center Sozialwirtschaft. Verstärkt Fachkräfte für die Sozialberufe zu gewinnen sei erklärtes Ziel der Fachkräfteallianz Baden-Württemberg. Eine wichtige Rolle spiele dabei das Welcome Center Sozialwirtschaft als zentrale Anlaufstelle für internationale Fachkräfte und mittelständische Betriebe, so Wicker. Das Ministerium fördert das Welcome Center Sozialwirtschaft in einem Verbund mit zehn regionalen Welcome Centern.

Bis 2030 rechnet Baden-Württemberg mit einem Mehrbedarf von 50.000 Pflegefachkräften. Der Bedarf soll bis 2050 weiter ansteigen. Die Gewinnung internationaler Fachkräfte wird deshalb mehr und mehr zum wichtigen Baustein innerhalb einer Gesamtstrategie, um auch in Zukunft eine gute und menschenwürdige Pflege gewährleisten zu können.


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