Diakonische Konferenz gewählt


29.11.2017 -

Appell zu gemeinsamer Verbandsentwicklung

Die Mitgliederversammlung des Diakonischen Werkes Baden hat auf Ihrem Treffen Ende November die neue Diakonische Konferenz gewählt. In geheimer Wahl bestimmten die rund 200 anwesenden wahlberechtigten Vertreter der Mitgliedseinrichtungen die neuen Delegierten.

Der neuen Diakonischen Konferenz gehören 70 Vertreter unterschiedlicher diakonischer Arbeitsfeldern an. Hinzu kommen zehn Bezirksdiakoniepfarrerinnen und Bezirksdiakoniepfarrer, der Landesbischof, der Präsident der Landessynode sowie die Mitglieder des Aufsichtsrates. Zu den Aufgaben der Diakonischen Konferenz gehört unter anderem die Wahl des Aufsichtsrates. Sie genehmigt den Wirtschaftsplan und entlastet Aufsichtsrat und Vorstand. Außerdem hat sie die Befugnis, Änderungen der Satzung zu beschließen. Die Diakonische Konferenz ist für sechs Jahre gewählt. Ihre konstituierende Sitzung findet am 12. Januar 2018 statt. Hier wird dann auch der neue Aufsichtsrat gewählt werden. Die Mitglieder der Diakonischen Konferenz sind namentlich genannt auf der Homepage der Diakonie Baden.

Am Ende der Mitgliederversammlung verabschiedete der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Baden, Oberkirchenrat Urs Keller, den amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden Ministerialdirektor i.e.R. Thomas Halder, der sich nach sechs Jahren im Amt nicht wieder für einen Posten zur Verfügung gestellt hatte.

Auf die neu gewählte Diakonische Konferenz kommen wichtige Entscheidungen zu. Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Halder sprach in seinem Bericht von einer Schräglage, in der sich das „Schiff“ Diakonisches Werk befinde. Er spielte damit auf die schwierige wirtschaftliche  Situation des Landesverbandes an.
 
André Peters, Finanzvorstand im Diakonischen Werk, erläuterte dies in der Vorstellung des Wirtschaftsplans 2018, der die angespannte Finanzlage widerspiegelt. Man gehe davon aus, dass das Einsparpotential der ergriffenen Maßnahmen eine weitere Verschärfung der Lage verhindere. Die damit einhergehende Arbeitsverdichtung führe allerdings auch zu einer Mehrbelastung der Mitarbeitenden. Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge, die bislang noch ausstehe, werde im kommenden Jahr notwendig sein, wolle man eine Reduzierung des aktuellen Leistungsangebots des Landesverbandes verhindern.

Vorstandsvorsitzender Urs Keller blickte in seiner Rede zurück auf die außerordentliche Mitgliederversammlung im Juli, bei der die Erhöhung der Beiträge Thema war. Aus den dort zutage getretenen Fehlern im Kommunikations- und Beteiligungsprozess, insbesondere gegenüber den Kirchengemeinden werde man lernen. Nach Überzeugung Kellers ist die Notwendigkeit einer Veränderung deutlich spürbar. Diese müsse angegangen werden – in einer Aktualisierung der Satzung wie in besseren Kommunikations- und Beteiligungsprozessen. Keller zeigte sich überzeugt, dass so Bindung und Einigkeit unter den so verschiedenen Akteuren innerhalb der Diakonie gestärkt werden könne – und damit der Verband als solches.

Kellers Stellvertreterin und Vorstand im Bereich Einrichtungen und Werke, Dr. Ulrike Hahn, skizzierte dazu die nächsten Etappen im Verbandsentwicklungsprozess. Seit der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Juli habe man zahlreiche Einzelgespräche geführt mit Mitgliedergruppen, Dekaninnen und Dekanen, Bezirksdiakoniepfarrerinnen und -pfarrern und vielen Einzelpersonen. Darin sei das große Interesse deutlich geworden, den starken Landesverband zu erhalten. Faktisch wolle man auf keine seiner Leistungen verzichten.

Im Herbst habe die Landessynode einem Vorschlag des Diakonischen Werkes zugestimmt, Mitgliedsbeitrag und Solidaritätsbeitrag der Kirchengemeinden im Doppelhaushalt 2018/2019 als Gesamtsumme über den Vorwegabzug bereitzustellen. Die Freigabe der Mittel sei aber gebunden an den Beschluss der nächsten außerordentlichen Mitgliederversammlung über das neue Beitragsmodell Mitte 2018. Bis dahin sei es entscheidend, die Notwendigkeit einer Beitragserhöhung zu vermitteln und für eine breite Akzeptanz zu werben. Zu diesem Zweck wolle man auf regionalen Gesprächsplattformen vor allem mit den Mitgliedern von der verfassten Kirche vor Ort ins Gespräch kommen, das Beitragsmodell weiter erläutern und auch grundsätzliche Fragen zur Fachberatung für die Kindertagesstätten erörtern. Innerhalb des Landesverbandes habe man ein Projekt gestartet, um das Arbeitsfeld der Kita-Fachberatung zu analysieren und eine Strategie für ihre künftige Aufstellung zu entwickeln. Da es bisher für die Kita-Träger, größte Mitgliedergruppe der Diakonie Baden, noch keine repräsentative Arbeitsgemeinschaft gebe, solle eine solche Struktur rasch auf den Weg gebracht werden.


Hahn bat alle Anwesenden um Unterstützung. „Helfen Sie mit, unseren Verband weiterzuentwickeln und dabei die Mitglieder beieinander zu halten.“


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