Bündnis gegen Armut


03.04.2017 - In eigener Sache

31 Verbände, Gewerkschaften und Organisationen aus Baden-Württemberg haben sich zu einem gemeinsamen Bündnis gegen Altersarmut zusammengeschlossen. Unter Ihnen das Diakonische Werk Baden. Bei der Unterzeichnung der Gründungsurkunde betonten alle Beteiligten, für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik eintreten zu wollen. Die Bündnispartner eint die Sorge, dass ohne Kurskorrektur in der Rentenpolitik in absehbarer Zukunft Millionen ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger auf den Gang zum Sozialamt angewiesen sein werden. Die damit verbundenen Folgen für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft seien dramatisch. Im gemeinsamen Bündnispapier betonen die Partner, eine reiche und soziale Gesellschaft dürfe darf es nicht länger zulassen, dass Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, in Armut gerieten. Ein Wechsel in der Rentenpolitik sei dringend nötig und auch möglich. Weiter heißt es in dem Papier: „Die gesetzliche Rente soll wieder die Wahrung des Lebensstandards im Alter ermöglichen. Sie muss Armut im Alter verhindern! Wir halten ein Rentenniveau von wenigstens 50 Prozent für erforderlich!“

Link zum Bündnispapier: https://tinyurl.com/lzd9pst
Die Bündnispartner betonen die Bedeutung einer fairen und auskömmlichen Rente für den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt. Frauen dürften nicht länger für ihre erzieherischen und pflegerischen Familienaufgaben bestraft werden mit Minijobs und folgender Altersarmut. Der Polarisierung von Armut und Reichtum in der Gesellschaft müsse entgegengewirkt werden. Arbeits- und Einkommensverhältnisse müssten fair und gerecht verteilt werden. Das sei die Voraussetzung für ein finanziell abgesichertes Leben im Alter. Das Rentenniveau dürfe nicht weiter sinken.

Gemeinsam wollen sich die Bündnispartner einer weiteren Verschlechterung der Altersvorsorge der Menschen in Baden-Württemberg entgegenstellen. Allein bis zum Sommer sind in diesem Zusammenhang 50 Veranstaltungen geplant.


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