Brot für die Welt 2015


30.11.2015 - Spenden

Podiumsdiskussion: Martin Lenz, Mathew Koschy Punnackadu, Wolfgang Stoll, Birgit Susanne Dinzinger und Volker Erbacher (v.l.n.r) Foto: Frank Bürger

Mit einem zentralen Gottesdienst am 29. November 2015 wurde in der Karlsruher Johanniskirche die diesjährige Spendenaktion für Brot für die Welt in Baden-Württemberg eröffnet.

Unter dem Motto „Satt ist nicht genug! Zukunft braucht gesunde Ernährung“ setzte die evangelische Kirche gemeinsam mit der Diakonie und der Stadt Karlsruhe in Bild, Wort und Musik Zeichen zur Hilfe für mangelernährte Menschen in den armen Ländern dieser Welt.

Auf internationaler Ebene brachte der Gottesdienst gesellschaftspolitische Akteure miteinander ins Gespräch. Anstelle der klassischen Predigt zeigte eine Talkrunde auf denkwürdigen Sitzgelegenheiten – an dem Ort, an dem die Vesperkirche seit 2014 in der Karlsruher Südstadt beiträgt, die Not von Menschen in Karlsruhe zu lindern, der wachsenden Armut zu begegnen, Gemeinschaft zu fördern und Menschen das zu geben, was sie zum Leben brauchen. Mit ihrem Angebot richtet sich die Karlsruher Vesperkirche an arme und bedürftige Menschen in Karlsruhe, versteht sich aber auch als Ort, an dem Gemeinschaft gelebt wird und jeder so sein kann, wie er ist.

Die Moderation lag in den Händen von Volker Erbacher (Diakonie Baden), der mit den Akteuren auf dem Podium diskutierte.

Birgit Susanne Dinzinger (Diakonie Württemberg) hatte auf dem kleinsten Stuhl Platz genommen. Deshalb ihr klares Fazit: Menschen in aller Welt sollen auf gleicher Augenhöhe eine Perspektive ohne Mangelernährung haben. Dafür setze sich auch Brot für die Welt ein.

Eine internationale Note brachte der Naturwissenschaftler Prof. Dr. Mathew Koshy aus Chennai, Kerala, Südindien mit. Er ist Leiter der Ökologieabteilung der vier Millionen Gemeindemitglieder starken Church of South India, und gerade auf dem Weg zur Weltklimakonferenz in Paris. „Wir helfen als Kirche armen Menschen aufzustehen, mit Würde und Integrität“, benennt Koshy eines der wichtigen Ziele.

Der Karlsruher Diakoniedirektor Wolfgang Stoll griff ein Motto der örtlichen Vesperkirche auf: „Damit die Seele satt wird“. Mit den Angeboten soll die Würde der Menschen ernst genommen werden. „In den vier Wochen Vesperkirche kommt in den Menschen zur Steigerung des Selbstbewusstseins etwas in Bewegung“, umschrieb Stoll.

Das besondere Engagement in der Karlsruher Südstadt griff auch Sozialbürgermeister Martin Lenz auf und würdigte das Engagement der Diakonie und der beiden Kirchen an diesem für die Armutsbekämpfung symbolträchtigen Ort am Werderplatz. Trotz der schwierigen finanziellen Situation der Stadt Karlsruhe wolle man den über die Jahrzehnte andauernden erfolgreichen Kampf gegen die Armut fortsetzen.

Für die Liturgie des Gottesdienstes, in dem die Band des Evangelischen Jugendwerkes Karlsruhe gemeinsam mit Daniel Kaiser an der Orgel den musikalischen Rahmen setzte, zeichnete der Karlsruher Dekan Thomas Schalla verantwortlich.

Eine Ausstellung, ein Weltladen mit Fairtrade-Produkten und eigens am frühen Morgen von Konfirmanden bei der Bäckerei und Konditorei Reinmuth gebackenes „Brot für die Welt“-Brot erwartete die Besucher nach dem Segen.

 

Hintergrundinfo:
Brot für die Welt, das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland, wurde 1959 gegründet. Wirkliche Hilfe muss es Armen ermöglichen, sich selbst zu helfen. Dies ist auch heute noch der entscheidende Grundsatz.

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