Geschichte des Diakonischen Werkes Baden
Das Diakonische Werk Baden wurde 1961 zusammengeschlossen aus dem Landesverband für Innere Mission (Ursprung im 19.Jh.) und aus dem Hilfswerk der evangelischen Kirche in Baden (gegründet 1945). Im Landesverband hatten sich freie Initiativen und selbständige Einrichtungen zusammengeschlossen. Das Hilfswerk war als Hilfe der Kirchengemeinden zur Linderung der Nachkriegsnot gegründet worden - es repräsentierte die Gemeindediakonie.
Historie
Das Diakonische Werk Baden hat demnach zwei Wurzeln:
- den 1848 initiierten „Landesverein für Innere Mission" (seit 1929 Evangelischer Landesverband für Innere Mission") und
- das1945 gegründete Hilfswerk der badischen Landeskirche.
Der Landesverband war Dachverband für freie Initiativen, Vereine und Einrichtungen, die zwar christlich geprägt waren, aber nicht von Kirchengemeinden initiiert waren. Zu seinen ältesten Mitgliedern zählen zum Beispiel die Hardtstiftung in Karlsruhe-Neureut, die Diakonie Kork und die Stadtmissionen in Heidelberg, Freiburg und Pforzheim. Der Landesverband repräsentierte –wie es bis in die 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts hieß- die „Anstaltsdiakonie", das heißt die Diakonie freier, selbständiger Träger.
Das Hilfswerk wurde Ende 1945 gegründet, um Flüchtlingen, Vertriebenen und Ausgebombten durch Sachspenden, Carepakete und Beratung zu helfen und zerstörte Kirchen wieder aufzubauen. Die Hilfe ging hier direkt von den Kirchengemeinden aus, das Hilfswerk verstand sich als „Kirche in Aktion". 1949 endete mit der Währungsreform der eigentliche Auftrag des Hilfswerks, seine Büros in den Kirchenbezirken widmeten sich der Beratung von Spätheimkehrern und Menschen in Not. Aus den Bezirksbüros gingen die heutigen Diakonischen Werke in den Kirchenbezirken hervor.
1961 wurden beide Verbände zum „Gesamtverband Innere Mission und Hilfswerk" vereinigt. Das heißt Gemeindediakonie und die Diakonie rechtlich selbstständiger Träger wurden unter einem Dachverband vereinigt. Diesen Verbund zweier unterschiedlicher Formen organisierter Diakonie feiert das Jubiläum „50 Jahre Diakonisches Werk", obwohl diese Bezeichnung selbst erst 1970 gewählt wurde.
1970 wurde dieser Verbund in „Diakonisches Werk Baden- Innere Mission und Hilfswerk" umbenannt, ab 1974 hieß es nur noch „Diakonisches Werk".
1982 wurde das Verhältnis von rechtlich selbstständiger und kirchlicher Diakonie in einem eigenen Gesetz, dem „Diakoniegesetz" geregelt, das die selbstständigen Einrichtungen unter den „Schutz der Landeskirche" stellt.
2011 ist das Diakonische Werk Baden einer der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg. Das Diakonische Werk Baden ist eines von 21 Landesverbänden der Diakonie in Deutschland und ist seinerseits Mitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Es vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber der Kommunal- und Landespolitik, den Sozialhilfeträgern, Pflegekassen und gegenüber der Öffentlichkeit. Es berät seine Mitglieder in fachlicher, wirtschaftlicher und rechtlicher Hinsicht, koordiniert Fort- und Weiterbildungen, unterstützt Innovationen und die Weiterentwicklung zeitgemäßer Arbeitsformen.
Das Diakonische Werk Baden ist ein eingetragener Verein. Rechtsgrundlage ist die Satzung, in der die Rechte und Pflichten der Mitglieder, sowie des Landesverbandes festgelegt sind.
Um kompetent, effektiv und zeitnah arbeiten zu können, haben wir traditionelle Strukturen verlassen und arbeiten im Haus in interdisziplinären Fachgruppen und Foren zusammen. Die Fachgruppen analysieren soziale Fragestellungen, beobachten Trends, entwickeln Konzepte und suchen Lösungen für Aufgaben und Probleme.
Einrichtungen der Diakonie Baden:





