Jubiläum: 50 Jahre Diakonie Baden
Diakonisches Werk Baden gestaltet "mustergültig" Land Baden-Württemberg mit
Mit mehr als 400 Gästen aus Politik, Gesellschaft, Kirche und Diakonie beging das Diakonische Werk Baden am 18. November 2011 sein 50jähriges Jubiläum in der Badnerlandhalle in Karlsruhe-Neureut.
Das Diakonische Werk Baden habe in den 50 Jahren "mustergültig" das Land Baden-Württemberg mitgestaltet, bescheinigte Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble, Aufsichtsratsmitglied des Diakonischen Werkes Baden dem evangelischen Wohlfahrtsverband. Diakonie sei für ihn das "gelebte soziale Verständnis einer freiheitlichen sozialen Ordnung". Der Staat brauche Kirchen und Religionsgemeinschaften, für "wertegebundenes Verhalten". Auch Staatssekretär Dr. Frank Mentrup hält die Diakonie Baden für einen "unverzichtbaren Partner des Landes Baden-Württemberg", der sich gemeinsam mit dem Land die Verantwortung für die soziale Gestaltung des Landes teile.
Kirche und Diakonie gehören eng zusammen.
Landesbischof Dr. Ulrich Fischer betonte, dass Kirche und Diakonie eng zusammen gehören. Mit Bezug auf die jüngste EKD-Synode in Magdeburg sagte Fischer: "Den Dritten Weg im Arbeitsrecht kann die Kirche mit ihrer Diakonie nur gemeinsam gehen und bestehen. Hier darf nichts auseinander dividiert werden." Oberkirchenrat Johannes Stockmeier, Präsident des Diakonischen Werkes der EKD schließlich schlug den Bogen zur christlichen Verantwortung der Diakonie in der Welt. Stockmeier: "Von uns als Diakonie wird erwartet, dass wir mitten in der Welt Antworten geben und deutlich machen welche Folgen Gottes Barmherzigkeit und Güte hat; für Langzeitarbeitslose Menschen, Flüchtlinge, überschuldete Menschen. Diakonie muss sich darauf einlassen, dass sie gefordert ist, in Katastrophen sowohl zu beten also auch ganz praktisch in Notunterkünften eine Wasserversorgung sicher zu stellen." Um diesen Dienst am Nächsten leisten zu können, brauche die Diakonie intensive Kooperationsformen und klare Strategien, so Oberkirchenrat Urs Keller, seit Frühjahr neuer Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Baden.
Das Diakonische Werk Baden wurde 1961 zusammengeschlossen aus dem Landesverband für Innere Mission (Ursprung im 19.Jh.) und aus dem Hilfswerk der evangelischen Kirche in Baden (gegründet 1945). Im Landesverband hatten sich freie Initiativen und selbständige Einrichtungen zusammengeschlossen. Das Hilfswerk war als Hilfe der Kirchengemeinden zur Linderung der Nachkriegsnot gegründet worden - es repräsentierte die Gemeindediakonie. Der rechtliche Zusammenschluss zum landesweiten Dachverband ermöglichte erstmalig in Baden eine gemeinsame wohlfahrtsverbandliche Interessenvertretung aller zugehörigen Einrichtungen sowohl aus der Gemeindediakonie als auch der freien Träger.
Heute gehören zum Diakonischen Werk Baden mehr als 3.000 Einrichtungen und Dienste mit 27.000 haupt- und ebenso vielen ehrenamtlich Mitarbeitenden.
Einrichtungen der Diakonie Baden:










