Keine
Politik auf Kosten der Armen
Debatte um Hartz IV
"unsäglich" / Es geht um Menschenwürde und Gerechtigkeit
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Johannes Stockmeier
Vorstandsvorsitzender – Oberkirchenrat |
Karlsruhe (22.1.2010).
Die Diakonie in Baden fordert für Empfänger
von Hartz IV die Hilfen aus einer
Hand und keine Aufteilung von Zuständigkeiten. „Politik
darf nicht auf Kosten der Armen gemacht werden,“ kritisiert
Oberkirchenrat Johannes Stockmeier, Chef
der Diakonie Baden die derzeitige „unsägliche“ Diskussion um
die Zukunft der Optionsgemeinden und Argen im Land.
Auch dürfe Hartz IV, das derzeit
aus einem Regelsatz von 359 Euro pro Erwachsenem
besteht, auf keinen Fall gekürzt sondern
müsse stattdessen den Erfordernissen
angepasst werden. Stockmeier: „Hier
geht es um Menschenwürde
und um Gerechtigkeit.“
Die Diakonie Baden unterstütze die Forderung
der Kommunen gegenüber dem Bund, die notwendigen
Mittel für die Leistungen zur Existenzsicherung
bereitzustellen. Nach Auffassung der Diakonie
ist Hartz IV Aufgabe der Kommunen. Auch die Eingliederungshilfe
für Landzeitarbeitslose gehöre in die
Zuständigkeit der Kommunen. Deshalb fordern
die Fachleute der badischen Diakonie eine Regelung,
durch die Hilfen aus einer Hand gewährleistet
ist, wie es zum Beispiel in den sogenannten Optionskommunen
der Fall ist.
Stockmeier: „Wir warten derzeit auf das
Urteil des Bundesverfassungsgerichte zur Berechnung
der Regelsätze für Kinder und erwarten,
dass die Leistungen zur Existenzsicherung endlich
auf einer vernünftigen Datenlage berechnet
werden. Hartz IV betrifft derzeit mehr als sieben
Millionen Menschen in Deutschland.“
Die Diakonie berät und unterstützt
Menschen die Hilfe brauchen im Umgang mit Hartz
IV durch ihre Beratungsstellen und Kooperationen
mit den Optionsgemeinden und den Argen in Baden
und Württemberg.
letzte Aktualisierung
am 25. Januar 2010
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